Full text: Pädagogisches Archiv - 55.1913 (55)

 
Die Stellung der englischen Univergsitäten 
zur Volksbildung. 
Ein Rückblick auf die Geschichte ihrer Beziehungen. 
Von ERNST SCHULTZE in Hamburg. 
Die beiden alten englischen Universitäten, Oxford und Cambridge, ent- 
Sprachen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nicht mehr den Anforde- 
rungen, die in wisgenschaftlicher und kultureller Beziehung an gie gestellt 
werden mußten. Beide waren allmählich verknöchert. Sie nahmen nur noch 
reiche Studenten auf. Auch hatten gie sich 80 fest in altgewohnte Gebräuche 
und Anschauungen eingegraben, daß sie jede Abweichung davon, als mit dem 
Geiste der Univergität unverträglich, ablehnten. Jede Neuerung, die vorge- 
Schlagen werden mochte, stieß auf Widerstand, und weder die bittere Kritik, 
die von weitblickenden Männern geübt wurde, -noch auch die Verguche des 
Staates, eine Änderung herbeizuführen, hatten bis um die Mitte des Jahr- 
hunderts irgendwelchen Erfolg. 
Noch immer forderte die Universität Oxford, daß jeder, der als Student, 
Dozent oder Professor in ihre Reihen treten wollte, einen Eid auf die 
Glaubensartikel der anglikanischen Staatskirche ablegte; Cambridge verlangte 
dasselbe wenigstens von denen, die einen akademischen Grad erlangen woll- 
*) In Bremen fehlt von der Untertertia an der Religionsunterricht,
	        

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