Full text: Zeitschrift für das Gesamtschulwesen : mit besonderer Rücksicht auf die Methodik des Unterrichts - 2.1850 (6)

II, Bücherſchau, 99 
Refultat der Bildungsgeſchichte des Planeten iſt, So das Eismeer , Jsland, 
vie Fingalshöhle; die Höhle bei Caſtleton z untergegangene Thiere; die 
Sündfluth und ihre Spuren , ertränkte Thiere; die Höhle von Kirkdale ; 
die foſſilen Ueberrefte aus vem Thierreiche; die Gletſcher3 die Gegend um 
vie Teufelsbrü>ke --- von Verſchiedenen, beſonders Raumer. An dieſe 
Naturbilder ſchließen ſich diejenigen an, welche den öftreichiſchen Kronlän- 
dern entnommen find , wie im erſten Band : das Finſteraarhorn nac< Hugiz 
Szegedin und die Theißgegend , das obere Tſchernathal und das Leben der 
Grenzer , Bereitung des Ausbruchs (Ungarwein) von Kohl; der Aranyos, 
vie Salzbergwerke von Maros Ujvar na< Gerando. Auf dieſe Natur- 
ſchilderungen folgen in gehöriger Vertheilung populäre Darſtellungen von 
Naturerſcheinungen und Naturgeſeßen: die Mineralien, der Diamant, das 
Salz , die Eigenſchaften der Metalle, das Ammoniakſalz, die Sandlager, 
die natürlichen Quellen des Waſſers, Vertheilung von Land und Waſſer, 
ver Nutzen des Waſſers, die Verwendung der Pflanzen, die Zuſtände des 
Waſſers, die Zuſammenſeßung der Athmoſphäre , Verhältniß der athmo- 
ſphäriſchen Luft zum Athmen, der Paſſatwind == nach Kidd; Kalke-, 
Mörtel - Cemente und Puzzolanerden, arteſiſhe Brunnen, Bildung des 
Thaues , das Erdreich dur< Schnee geſchüßt, die Nachtfröfte , Temperatur 
von Menſchen und Thieren, Bildung des Nebels, des Hagels, Strömun- 
gen im Meere, Temperatur der Erdoberfläche , Wärmeſtand ves Erdballs-- 
nach Arago; die Naturlehre und die Mathematik , Beobachtung der Na- 
tur , Materiezuſtände ver Körperkräfte , allgemeine Eigenſchaften der Kör- 
per, Veränderungen im Gefüge der Körper , Härten und Anbaſſen --- nach 
Lichtenberg und Pouillet; <hemiſche Grundſtoffe , Sauerſtoff und Waſſer- 
ſtoff =“ nach Hugi: die Erdoberfläche von Schubert; über Wärme von 
Kämp. Endlich, wie im erſten Band , ſind in die proſaiſchen StüFe meiſt 
verwandte poetiſche eingeſtreut; darunter mehr als dort der erzählenden 
Gattung angehörend , und unter dieſen beſonders bemerkenswerth, ein pro- 
ſaiſch bearbeiteter längerer Auszug aus dem Nibelungenliede; auch größere 
StüFe aus Oſſian und einige Ueberſehungsproben aus ſlaviſchen Dichtern. 
Bli>en wir nun nach dieſen Mittheilungen zurü> auf die Aufgabe, 
welche ſich der Sammler dem Organiſationsplane gemäß geſtellt hat, ſo 
dürfen wir urtheilen, daß ſie befriedigend gelöst iſt; jedoch mit der Beſchrän- 
kung , daß er in dem unvermeidlichen Conflikt zwiſchen Form und Inhalt 
ſich zu Gunften des letzteren entſchieden hat. Es ift überhaupt ein eigenes 
Ding um die Leſebücher. Bei der Unendlichkeit des vorliegenden Stoffes 
iſt vie Möglichkeit gegeben, daß mehrere, ziemlich verſchieden angelegte, 
denno< befriedigen können; und der Beurtheiler muß deßwegen immer die 
Billigkeit haben , nicht vor Allem zu fragen: was hätte gewählt werden 
können? ſondern: ift das Ausgewählte dem vorgeſetzten Zwecke entſprechend ? 
Jedenfalls erfüllt unſer Leſebuch die an andern Orten im Plane ausge- 
ſprochene Aufgabe des Untergymnaſiums, «„vel<es ſeinen Schülern eine 
ſol<e, natürlich dem betreffenden Alter angemeſſene, allſeitige Bildung 
mittheilen will, wodurc< ſie befähigt werden , in jeden Tebenöberuf wohl
	        

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