Full text: Zeitschrift für das Gesamtschulwesen : mit besonderer Rücksicht auf die Methodik des Unterrichts - 2.1850 (6)

148 1, Abhandlungen. 
anderen Anmerkung angeführte merkliche Differenz der Zahlen 
herabgefallener Sternſ<nuppen, welc<he gleichzeitig an wenig von 
einander entfernten Orten beobachtet wurden, widerlegt ſiez in- 
dem dieſe angeblich ihrer Weltbahn entriſſenen leuchtenden pla- 
netariſhen Fragmente doch ſiher an einem Ort ſo gut ſichtbar 
ſein mußten wie am andern *?), Die angenommene Möglichkeit 
dunkler Meteore leu<htet uns no< weniger ein, ſie verträgt ſich 
ſchleht mit der Annahme einer das All durchdringenden Licht- 
fähigkeit, welche ſogar den Mond erhellt; wobei wir geſtehen, 
daß das übrigens unbezweifelte Zurückgeworfenwerden der Son- 
nenſtrahlen yon einer ſo unebenen Oberflähe, wie die des Tra- 
banten , uns ſtets unbegreiflih war **?), Die im Weltraum als 
Dunſt vorhanden ſein ſollenden eiſenhaltigen Beſtandtheile der 
Feuerkugeln wollen uns auch nicht behagen. Auch iſt die Frage 
erlaubt, warum man keinen der größeren Körper ſieht, als 
deren Fragmente die kleinen Meteore betrachtet werden *!), 
Herrn Reuſ<le muß man übrigens das Verdienſt zuge- 
ſtehen , daß er gewöhnlich in ſeinen gegebenen Erklärungen äußerſt 
near 
fortwährend angezogen wird. Es kommt blos auf die Richtung an, in 
welcher die betreffenden Meteore der Erde begegnen. 
39) Wie einfältig! Die kleizen Dinge werden erſt in bedeutender Nähe 
ſichtbar , und da kommts dann ſehr auf die Lage des Beobachtungsorts an. = 
Nebrigens auch die Sonnenfinſterniſſe ! 
| 40) Aber doch venkbar? O du ſelbſt unbegreiflicher Anonymus, der du 
in die Geſeße des Lichts ſo gründliche Einſichten haft, wie in die der Schwere | 
Ein Gebirg iſt doh auch uneben, und du ſiehſt es, weil es die Sonnen- 
ſtrahlen zurükwirft; wahrſcheinlich verwechſelſt du Zurü&werfung und Spieg- 
lung und möchteſt gern dein theures Bild im Mond ſehen! Dunkel nennen 
wir auch Erde und Mond und alles, was nur in erborgtem Lichte leurhtet z 
erleuchtet werden die Meteorſteine ohne Zweifel auch von der Sonne , aber 
wir ſehen es nicht, theils wegen der Schwäche des Lichts, das ein ſo kleiner 
Körper zurükwirft, theils weil die Sonnenſtrahlen fie nicht immer treffen, 
wie ja auch ver Neumond uns dunkel erſcheint u. f. w. 
41) Dieſe zwei Säße ſind ja gegen verſchiedene und zwar ſich aus- 
ſchließende Erklärungen gerichtet, find die Meteore Fragmente, ſo find fie 
nicht aus Dunft hervorgegangen, und umgekehrt. Uebrigens iſt keine von 
beiden Anſichten die unſrige , ſondern wir halten die betreffenden Meteore 
für kleine planetariſche Maſſen , welche bisher nicht von den großen an ſich 
' gezogen worden ſind, vergl. meinen Kosmos S, 494.
	        

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