Full text: Zeitschrift für das Gesamtschulwesen : mit besonderer Rücksicht auf die Methodik des Unterrichts - 2.1850 (6)

250 1. Abhandlungen. 
von Viere>en und höheren Viele>en ſpricht (vgl. Littrow Ele- 
mente der Algebra und Geometrie), Ueberhaupt können wir mit 
ſeinem Vorwurf ſeine eigene Anordnung no< mannigfach an- 
greifen, ſelbſt da, wo wir ſie billigen müſſenz wir müſſen daher 
no< ſeinen Plan in Kürze darſtellen. 
„Die Geometrie der Ebene zerfällt bei ihm zuerſt in drei 
Bücher: 1. Die geradlinigen Gebilde, 11. der Kreis, 111. ebene 
Trigonometrie. Das erſte Buch enthält alsdann die folgenden 
vier Hauptſtüke: 1) Die Entſtehung der geradlinigen Gebilde, 
2) der Zuſammenhang unter den Beſtandtheilen geradliniger 
Figuren, 3) die Bergleihung und Ausmeſſung der Flächen ge- 
radliniger Figuren. Das zweite theilt ſich in drei Hauptſtüe ! 
5) die Bögen, die Winkel und Linien am Kreiſe, 6) die Seh- 
nen- und Tangentenviele>e, 7) Rektifikation und Quadratur des 
Kreiſes. Das dritte endlich beſteht ebenfalls aus drei Haupt- 
ſtücken; 8) die trigonometriſchen Funktionen, 9) die Berechnung 
des DreieFs, 10) die Bere<hnung der Vielede, 
Nun fragen wir vox Allem: warum folgt denn die Berech- 
nung der Dreie>e und Viele>e ihrer ſonſtigen Betrachtung erſt 
nach, nachdem dazwiſchen hinein die ganze Kreislehre abgehandelt 
worden iſt? Eine um ſo berechtigtere Frage, da bei S<lös- 
milch nicht etwa erſt im dritten Buch , ſondern vom Z3ten Kapitel 
des erſten Buchs an die geometriſchen Größen als benannte 
Zahlen re<hnender Behandlung unterzogen werden, als insbe- 
ſondere ſhon an dem genannten Ort „der Inhalt des Dreie>s 
aus ſeinen drei Seiten berechnet wird (S. 61), und über 
100 Seiten ſpäter in der Trigonometrie ſeine Winkel ! ?“ 
Kann man hier niht S<hlömil<'s Angriffe förmlich paro- 
diren? Daß nun ein Stü&> der Dreie>bere<hnung (Kap, 3, 8 16), 
ſo lange vor der „Berechnung des Dreie>s'“ (Kap, 9) ſieht, läßt 
ſich auch in der That nicht rechtfertigen z allein den Reſt des vom 
S<lömil<'ſ<hen Standpunkt aus erhobenen Vorwurfs erledi- 
gen wir durc< die Bemerkung, daß die Aufſtellung des 
„gFoniometriſchen Apparats“ allerdings die Trigonometrie 
zu einem eigenen Buch oder Oberabſchnitt ſtempelt und die Be- 
rechnung des Dreie>s von der Congruenz- und Aehnlichkeitslehre 
zu trennen fordert, um des eigenthümlichen „Beweismittels“
	        

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