Full text: Zeitschrift für das Gesamtschulwesen : mit besonderer Rücksicht auf die Methodik des Unterrichts - 2.1850 (6)

274 | 1. Abhandlungen. 
Angefochtene erſeßen oder zurechtlegen zu können meint, I< 
muß mich deßhalb wohl entſchließen, hier no< mitzutheilen, in 
welcher Weiſe ic<, unter möglichſtem Anſchluß an das vorhandene 
Gute und Brauchbare, mit mir ſelbſt über die Begründung der 
Elementargeometrie in's Reine zu kommen verſucht habe. Inſo- 
fern mit dieſem Verſuche urſprünglich eben nichts beabſichtigt war, 
als die Befriedigung des eigenen perſönlichen Bedürfniſſes , tritt 
er ohne allen Anſpruch auf, namentlich ohne den Anſpruch, daß 
der dabei eingeſchlagene Gang auc< Andern zum Muſter diene, 
Ueber das, was für entſchieden unrichtig zu erklären ſei, kann 
und ſoll man ſich einigen; über den richtigen Weg iſt eine all- 
gemeine Berſtändigung weder möglich noc< nöthig, da es ver- 
ſchiedene richtige Wege geben muß; nur ſollten die Anſichten auch 
hierüber ausgetauſcht werden , damit ſich das Gemeinſame zeige, 
En ammenmgnn anmene =emeeanten numen u emma geren, 
Einleitung. 
1. Der Raum iſt ſtetig und nac< allen Seiten hin 
unendlich. 
Der Raum kann beliebig abgetheilt (geſchieden) werden, 
2, Was den Raum abtheilt (oder was die gemeinſchaft- 
li<he Grenze zwiſchen zwei aneinanderſtoßenden, jedoch geſondert 
gedachten Abtheilungen des Raumes abgibt) , heißt eine Fläche. 
3. Ein Stüc des Raumes, welches allſeitig durch Flä- 
<hen von dem anſtoßenden Raume abgegrenzt iſt, heißt ein 
Körper. 
A, JImntterhalb einer Fläche läßt ſich nac< Belieben eine 
Grenzſcheide denken, welche die Fläche in Abtheilungen bringt. 
Eine ſolhe Grenze zwiſchen zuſammenſtoßenden Flächentheilen 
heißt eine Linie, 
Die Linie läßt ſich au< unabhängig von der Fläche auf- 
faſſen; d. bh, man kann, wenn einmal die Anſharvung einer Linie 
gewonnen iſt, von der durch ſie getheilten Flä<e ganz abſehen, 
ſo daß die Linie frei im Raume erſcheint, |
	        

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