Full text: Zeitschrift für das Gesamtschulwesen : mit besonderer Rücksicht auf die Methodik des Unterrichts - 2.1850 (6)

86 . 1. Abhandlungen. 
utrd däſſſelbe witd ſo länge fortgeſetbt, bis 
bieſer bei wachſender Kraft und zunehmen- 
bom Wörkvvprrafhimmer mehr ſelbſtthätig und 
zuleßt ſelbſiſtändig zu überſeßen im Stande 
iſt, Bis dahin werden Ueberſezungsverſuc<he 
von Seite des Schülers nur unter der Auf- 
ſic<t des Lehrers vorgenommen, 
b. Dem tkeberſeßen folgt ſogleich vas Erklären 
der Wörter und dänn das Einübet der er- 
kannten Formen und Regeln, 
& Dieſe finvet der Schüler ſpäter, nachdem der 
erſte Grund gelegt iſt, in der Grammatik 
vollſtändig und in überſichtlimer Darſtellung, 
Die Grammatik iſt demna<h das zweite Hülfs- 
mittel, wel<hes dem erſten Shulbuche fortan 
zur Seite geht, nie aber voraneilt. 
„Bemwmerk. zu 3. b. Fortnen, welche in dem erſten Scul- - 
buche nicht vorkommen (vergl. 2.) , ergänzt der Lehrer dadurch, 
daß er einn Beiſpiel an die Schultafel ſchreibt und zur Anſchäu- 
ung bringt. „Der Anſchauungsunterricht, ſagt Jahn (in d. 
Ihrb. f. Ph.) , iſt die ſicherſte und erfolgreichſte Unterrichtsform, 
dütc< wel<he man jeden Lernſtoff am leichteſten und klarſten in 
die Seele des Kindes bringt, auch den trägen Schüler thätig 
erhält und bei allen eine Lebendigkeit der Erkenntniß herbeiführt, 
daß das Erlernen des Paradigma und der größte Theil der 
ſpätern Wiederholungen oft ganz unnöthig wird, und daß die 
allgemeine praftiſche Einübung und Anwendung ſchnell und ſicher 
vor ſich geht.“ -- „Das widrige, unfruchtbare, geiſt- und zeit- 
verderbende Ableiern der grammatiſchen Paradigmen , ſo wie die 
gedankenloſe Ausſchreiberei derſelben bei nebenliegender Gram- 
matif“ will Ruthardt (8. 88.) vermieden wiſſen, 
4, Der Schüler präptrirt ſich nicht, d. 9. er wird 
nicht angewitſven vötaus zu levnenz ſein häus- 
licher Fleiß deſteht im Wiederholen, Er hat 
unnd ſuc<ht feine andere Hülfe, als die des 
"Lehrers,
	        

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