Full text: Zeitschrift für das Gesamtschulwesen : mit besonderer Rücksicht auf die Methodik des Unterrichts - 2.1850 (6)

6 1. Abhandlungen. 
S<ulgeld. 
An den Staatsgymnaſien beſtimmt es der Landesſchulrath 
mit Genehmigung des Miniſteriums. An den öffentlichen die 
Corporationen 2c. mit Genehmigung des Landesſchulraths, Die 
Befreiung von Entrichtung des Unterrichtsgeldes wird an Staats- 
gymnaſien yom Landesſchulrathe ertheilt und zwar wenn wahre 
Dürftigkeit nac<gewieſen iſt, und der Schüler, welcher jedenfalls 
wenigſtens ein Semeſter am Gymnaſium zugebracht haben muß, 
im leßten Semeſter ein Zeugniß der erſten Claſſe mit Vorzug er- 
halten hat, Auch bei den übrigen öffentlichen Gymnaſien geht die 
Befreiung durch ein Semeſtralzeugniß der zweiten Claſſe verloren, 
3. Die Schüler. 
Die regelmäßige Aufnahme findet ſtatt im Herbſte, Für 
die Aufnahme in die unterſte Gymnaſialclaſſe wird erfordert: 
in der Religion jenes Maas von Kenntniſſen, welches in der 
Volksſc<hule ertheilt wird ; Fertigkeit im Leſen und Schreiben der 
Schrift der Mutterſprache , der lateiniſchen Schrift, und wo ſie 
in der Bolksſ<ule gelehrt wird, auh der deutſchen ; Kenntniß 
der Elemente aus der Formenlehre der Mutterſprache, Fertigkeit 
im Analyſiren einfacher bekleideter Sätze , Fertigkeit im Dictando- 
ſchreiben nebſt Seen der Interpunktionen, Uebung in den vier 
Species in ganzen, unbenannten und benannten , gebro<henen und 
gemiſchten Zahlen, und in den einfachſten Proportionsexempeln. 
Die Aufnahmsprüfung hält der Direetor in Verbindung 
mit den Lehrern der unterſten Gymnaſialclaſſe. 
Wenn ein Schüler in eine höhere Claſſe eintreten will, ſo 
beſtimmt ſeine Aufnahme entweder eine Prüfung oder ein Ab- 
gangszeugniß der vorhergehenden Claſſe eines andern öffentlichen 
Gymnaſiums. 
Das Maximum von 80 Schülern iſt ſtreng zu beachten: 
und allmählih durc< Errichtung von Nebenclaſſen das richtige 
Verhältniß herzuſtellen, 
Hospitirende Schüler können uur als Ausnahme gelten. 
Disciplin. . 
Die Eltern auswärtiger Schüler haben für ſich einen Stell- 
vertreter vem Director zu bezeichnen,
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.