Full text: Zeitschrift für das Gesamtschulwesen : mit besonderer Rücksicht auf die Methodik des Unterrichts - 2.1850 (6)

94 NE 3. Abhandlungen. 
mit den Ausnahmen 2c. bekannt zu machen, in 
den Mittelclaſſen na< allen ihren weſent- 
lichen Theilen kennen gelernt, in den obern 
vervollſtändigt. 
R. 86. 388. „Ein Lehrbuch -- vorzugsweiſe eine Gram- 
matik -- kann feine gedru>te Methode ſein. Das Lehrbuch iſt 
etwas Stehendes , Feſtes, für die Dauer Berechnetes; es muß 
dem Schüler im zweiten Jahre des Unterrichts niht nur die 
nämlichen , ſondern noch zuverläſſigere Dienſte leiſten, als im 
erſten; es muß vieles um des ſpätern Bedürfniſſes willen be- 
reits ſyſtematiſch zuſammenſtellen, was dem Schüler nur nach 
und nac< und mit Unterbrechungen zur Anſchauung ge- 
bracht werden kann; es kann folglich nicht den Weg mit dem 
Schüler machen; es iſt kein Führer, höchſtens ein Wegweiſer. 
Die Methode iſt das Bewegliche, in jedem Moment Fortſchrei- 
tende, nur dann und wann zum Behuf der Orientirung Sitieben- 
bleibende, in Aenderung ihrer ſelbſt auf die wachſende Kraft 
des Schülers Berechnete,“ 
18. Die zwe>mäßigſte Shulgrammatik iſt daher 
diejenige, welche ſo eingerichtet iſt, daß ſie 
für den geſammten Unterricht dieſer Sprache 
auf den Gymnaſien ausgreicht, nac<dem dur< 
das erſte Sprachbu (vgl. 2.) der Grund gelegt 
worden iſt. 
Bemerk. Dies wird möglich ſein, wenn der Unterricht 
des Lateiniſchen auf 8 Jahrescurſe beſchränkt wird, was künftig 
ſiher wird geſchehen müſſen. Zu dieſem Zwee erſcheint uns 
folgende Cinrichtung der Grammatik als die paſſendſte : 
- 3) Das Bu< darf nur von mäßigem Umfange 
ſein. b) Es enthält nicht Dinge 1,, welche dur< den 
ſtets vorausgehenden deutſchen Unterricht bekannt 
fein müſſen, und 2., nicht Dinge, welche blos zur 
Uebung dienen. (Bemerk. Eine deutſche Grammatik iſt, 
wie überhaupt ein beſonderer Unterricht in der deutſchen Sprach- 
lehre als ein Theil des Unterrichts in der Mutterſpra<he, unent- 
behrlic<h , wenn nicht Vieles, was in der lateiniſ<en Grammatik
	        

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