Klagen eines Schullehrers
über
Lie gegenwärtige Reformationssucht
der Schulen.
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Ein Schreiben an die Verf. der Nördlingischen
Schulbibliothek.
^ald, meine Herren! bald wünsche ich mir di«
Zeiten zurücke, wo man von den Schulen
weniger gesprochen und geschrieben hat, als von den
Bewohnern der Planeten; wo man jeden Schul
mann, gut oder schlecht, gelehrt oder ungelehrt,
an seinem Pfluge hingehen ließ, ohne nach ihn zu
fragen; als bis er endlich Lebens satt, und unbe
merkt auf einem hohen Felsen dahin gesunken, und
den Pflug, den er seithero gezogen, stehen gelassen;
die Zeiten, meine Herren, wo der treue Lehrer
sich im Verborgenen freuete, wenn er die Schaar
der guten Bürger zählte, die er der Welt, unter dem
Seegen des Himmels, geliefert hatte, (und dieß ist
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