Full text: Deutsche Zeitung für die Jugend und ihre Freunde, oder moralische Schilderungen der Menschen, Sitten und Staaten unsrer Zeit - 3.1786 (3)

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Das Jahr 1785. 
5), flüchtige Zeit hat uns wieder 
ein Jahr unſers Erdenlebens entführt. 
Unaufhaltſam eilte ſie mit ihm davon, 
zerſtörte manche ſchöne Hoffnungen und 
Entwürfe, und verwüſtete die Früchte 
vieler Sorgen und Mühe oft in einem 
Augenblicke. Seufzer und Wehklagen 
erſchallten überall um ſie her; Thränen 
benekten ihren Weg und der Tod be- 
zeichnete ihre Schritte mit Leichen *). 
Aber die Zahl derer, die Gott ins Leben 
rief, war größer, als die Zahl der 
Leichen ; unter den geweinten Thränen 
waren auch Freudenthränen; manchen 
Seufzer preßte das dankbare Gefühl der 
Unwürdigfeit bey empfangenen Wohl- 
thaten aus; Tauſende genoſſen die Gü- 
ker des Lebens ungeſtört, und die mei- 
*) Man rechnet, daß 
von 1000 bis 1100 Millionen Menſchen, 
nennen] 
ſten fehlgeſchlagenen Hoffnungen und 
Entwürfe wurden durch neue, vielleicht 
glücklichere, erſezet. So war es alle 
Jahre, ſeit dem die Menſchen --- Men- 
ſchen ſind,und ſo wird es auch in Zukunft 
bleiben : Gutes und Böſes untermiſcht 
und ein beſtändiges Streben, immer 
mehr zu haben, welches aus jedem erfüll- 
tem Wunſche wieder neue hervorbringt, 
Doch hat jedes Jahr etwas beſon? - 
deres, und es iſt wohl der Mühe werth, 
und ſehr lehrreich, auf dem. Wege, den 
uns Gott führt, zuweilen ſtille zuſteßenz 
und über ſeine Führung nachzudenken : 
wodurch wir zugleich am ſicherſten er- 
fahren, was uns nüke und qut.iſtz.. * 
welches der Meiſter, der uns gemacht 
hat, wohl beſſer verſtehen muß, als wir, 
welche ohngefähr auf der Erde 
leben, täglid) etwa 1000005, in einer Stunde 4125, in jeder Minute 68, und in jeder Secunde wenig: 
- . "ftens einer ſterben, Dagegen, werden. gegen 10 Geſtorbene im Dyrchſchnitt 13 gebohren, | ' 
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