Full text: Zeitschrift für Kinderforschung - 34.1928 (34)

Heilpädagogische Begtrebungen. 97 
. eintreten, die „durch Erziehung von klein an an Beherrschung gewöhnt“ 
Sind, die trotz ihrer Jugend Schon ein Werdeziel haben, die Schon Soviel 
innere Sicherheit begitzen, daß gie Schlechten LinflüSsen nicht machtlos 
unterworfen werden können, die darum aus der Zeit der negativen Phase 
gegund und geistig und geelisch bereichert hervorgehen. Daneben 801rge die 
Jugendfürgorge für diejenigen, die aus Gründen, die in ihrer Person oder 
ihrer Umgebung liegen, eines besonderen Schutzes bedürftig Sind, die ihr 
aus ihrer Sonstigen Arbeit bekannt gind oder von Eltern, Angehörigen, 
der Schule oder irgend einer andern Seite gemeldet werden. Man glaube 
an von Natur gesunde, ohne besondere Maßnahmen Sich gut entwickelnde 
Jugend, nur dann wird man die Schwache und kranke, pflegebedürftige 
Jugend der Gegundung zuführen können. Dr. Barbara Wenzel. 
„Arbeitsgemeinschaft für Sprachheilpädagogik in Deutschland.“ Das 
wachsgende Interesse der Lehrerschaft an der Fürgorge für Sprachkranke 
Schulkinder hat geinen Ausdruck in der Gründung einer „Arbeitsgemein- 
Schaft für Sprachheilpädagogik. in Deutschland“ gefunden. Diese Arbeits- 
gemeinschaft konstituierte Sich im Juni d. J8. in Hamburg (nachdem Schon 
1925 ein loger Zusammenschluß erfolgt war) und zählt bereits Mitglieder 
im ganzen Reiche. Aufgabe der Arbeitsgemeinschaft 8oll neben der Zu- 
Sammentassung der an der öSprach- und Stimmheilarbeit interessSierten Lehrer 
Werbearbeit für die Erweiterung der Sprachkrankenfürgsorge in den Schulen, 
Förderung der Mitglieder in wisgenschaftlicher und heilpraktischer Hingicht, 
engere Verbindung der Heilarbeit mit der Sprachheilkunde Sein. Vorort der 
Arbeitsgemeinschaft ist Hamburg, 1. Vorgitzender der Leiter der 1. Hamburger 
Sprachheilschule (Stiftstraße 69) W. Schleuß. 
Die Arbeitsgemeinschaft legt jetzt in einer „Denkschrift über 
Schuleinrichtungen für Sprachkranke“ ihre Forderungen für 
die Ausgestaltung der praktischen Heilarbeit in den Volksschulen vor und 
gibt ihren Mitgliedern und allen interesgierten Kreisen damit ein knapp ge- 
faßtes, eindringliches Werbemittel in die Hand, das vor allen Dingen für 
Schulaufsichtsbeamte und die Mitglieder der Schulverwaltungen und Wobhl- 
fahrtsämter gedacht ist. Die Denkschrift weist die Notwendigkeit der Sprach- 
heilschulen, die als geeignetste Schuleinrichtung zur Bekämpfung der Sprach- 
leiden empfohlen werden, kurz nach und behandelt dann die Auswahl des 
Schülermaterials und die Organisation der Sprachheilschulen, 83gt Grund- 
Sätzliches über die Ausgbildung usw. des Sprachbheillehrers und fordert für 
Vorschulpflichtige und Schulentlassene geeignete Linrichtungen neben einer 
öffentlichen Beratungsstelle für Sprachkranke. Die DenksSchrift ist gegen 
KBingendung von 20 Pf. für jedes Exemplar durch den Vorgitzenden der 
Arbeitsgemeinschaſft zu beziehen. A. L. 
Der Zeitschrift „Pro Juventute“ Nr. 12, Dezember 1927, 8. 658 wird entnommeen 
Am 17. Oktober 1927 wurde ein Basler Erholungsheim für psychopathische Kinder 
auf der Farnsburg dem Betrieb übergeben. Es werden durchschnittlich 
15 Kinder im Heim untergebracht, die regelmäßig vom Schularzt begucht 
und kontrolliert werden. Leitung „patentierte Lehrerin mit Gebhilfin“. Täg- 
lich einige Stunden Schulunterricht. Aufenthaltsdauer mindegtens 2 Monate. 
Zeitschrifl, für Kinderforschung. 34. Band. 7
	        

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