Full text: Zeitschrift für Kinderforschung - 34.1928 (34)

Zum 70. Geburtstag von Professor Dr. Ernst von Düring. 
Dem vom Ständigen inneren Streben nach Erweiterung und 
Vervollkommnung erfüllten Geiste Ernst v. Dürings mag der 
76. Geburtstag am 6. Mai 1928 nur eine Stufe der Besinnung zu 
neuem Wirken bedeuten. Den Freunden und Verehrern Seiner Per- 
gönlichkeit gibt er Gelegenheit durch eine Reihe von Arbeiten die 
Bedeutsamkeit dieges Tages zu feiern. Die „Zeitschrift für Kinder- 
forschung“ will durch die Herausgabe dieger Festschrift die Be- 
deutung von Ernstv. Düring für die Gebiete der Heilerziehung 
und Jugendwohlfahrt hervorheben, die Gebiete, denen er, in 
Seltener Verbindung von Arzt- und Erziehertum sein Leben 
widmete. -- Als Sohn eines angesehenen Hamburger Arztes 
begann er Seine Laufbahn zunächst als naturwisgenschaftlich 
gerichteter Arzt. Nach den ersten Jahren allgemeiner Praxis 
folgt er 1892 einem Rufe als Profesgor für „Hautkrankheiten 
und Syphilis“ an die kaiserliche Medizinschule in Kongtanti- - 
nopel. Von dort unternahm er 2 X 6 Monate und dann fast 
drei Jahre die großen Expeditionen in die Provinzen Klein- 
asiens, auf denen er, etwa 250 000 Menschen untersuchend, Ein- 
drücke gewann, die ihn von der klinischen zur Sozialen und all- 
gemein mensgchlichen Betrachtung drängten. 1904 als Ordinarius 
für Dermatologie nach Kiel berufen, konnte er im Rahmen der 
Spezialistisch-Somatischen Tätigkeit nicht mehr Genüge finden und 
entschloß Sich im vollen Bewußtsein der Tragweite Seines Schrittes 
nach einigen Jahren das Ordinariat niederzulegen, um in allgemein- 
ärztlicher Tätigkeit univergeller wirken zu können. Arbeiten über 
„endemische Syphilis“, „Diagnoge der nervögen Lepra“, „Ppoly- 
morphe Erytheme“ (im Arcbiv für Dermatologie und Syphilis), so- 
wie die --- allgemeineren Fragen der Konstitution behandelnde --- 
„Über Krankheit und Krankheitsurgache“ (Vogel) gind Nieder- 
Schlag der wisgenschaftlichen Erfahrungen jener ersten Epoche. 
Von da an begchäftigte Sich Ernst v. Düring immer mehr 
mit Sozialen und PSYchologischen Fragen, wobei er Sein Wissen 
Zeitschrift für Kinderforschung. 34. Band. . “8
	        

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