Full text: Zeitschrift für Kinderforschung - 34.1928 (34)

116 H. Hangelmann: 
Von diesen voraussetzungsreichen und welittragenden Auf- 
gaben sind geit dem Frühjahr 1924 gämtliche in Angriff genommen 
und in vielversprechenden Gang gebracht worden. Die zur Ver- 
fügung stehenden Geldmittel waren bisher jedoch außerordentlich 
bescheiden, was einen begonderen persönlichen Kraftauiwand aller 
Beteiligten erforderte. 
Die Erziehungsdirektion des Kantons Zürich hat uns die not- 
wendigen Räume für die Abhaltung der Vollkursge und für die 
Geschäftsstelle zur Verfügung gestellt; es würdigt und unterstützt 
ungere Arbeit ferner durch die Mitunterzeichnung der Diplome. -- 
Die Barmittel Sind uns anvertraut worden durch Einzel- und 
Kollektivmitglieder unsgeres Verbandes und durch besonders reiche 
Zuwendungen von Seiten eines im Auslande lebenden, nicht ge- 
nannt Sein wollenden Schweizers, dem übrigens die gegamte 
SchweizerisSche Jugendfürgorge ganz außergewöhnliche finanzielle 
und geistige Förderung verGgankt. 
Durch die kurze dreijährige Wirkgamkeit des Heil- 
Pädagogischen Seminars iSt die Frage des Bedürfnisges geklärt. 
Die Anerkennung der bereits geleisteten Arbeit iSt durch Behörden 
und die maßgebenden Kreise der privaten Jugendfürgorge in 
unerwartet reichem Maße bereits erfolgt. Wir Sehen der künftigen 
Weiterentwicklung mit Vertrauen entgegen und hoffen ins- 
besondere, einen Gönner zu finden, der durch Errichtung einer 
oStiftung den Fortbestand der jungen Gründung Sichert. -- Unger 
Heilpädagogisches Seminar hat auch im Auslande Beachtung 
erfahren, wo da und dort unter klar ausgesprochener Zugrunde- 
legung der Organigationspläne desgelben ähnliche Ingtitutionen im 
Entstehen begriffen Sind. | 
1. YVollknrse. 
Im Prühjabr 1927 hat der dritte Vollkurs mit 5 Lehrerinnen 
und 6 Lehrern begonnen, nachdem der erste 1924 mit 5 Kandidaten 
(zwei vorzeitige EntlasSungen), der zweite 1925 mit 5 (eine vor- 
zeitige Entlassung), VerSuchsweise dreisemestrig durchgeführt 
worden war. Der dritte Kurs wird 8 Kandidaten abgeben können, 
nachdem zwei nur die theoretische Ausbildung mitmachen konnten 
und einer zum akademischen VYollstudium überging. -- Zu ein- 
zelnen Vorlesungen wurden Hörer in größerer Zahl zugelagsen, 
welche Sich namentlich aus der Lehrerschaft in und um Zürich 
rekrutierten.
	        

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