Full text: Zeitschrift für Kinderforschung - 34.1928 (34)

10 A. Bugemann: 
6) Anzahl der Zimmer (Küche eingeschlossen), 
d) Anzahl der in der Wohnung wohnenden Personen (Schreiber 
eingeschlossen), 
2) Welchen Schüler aus meiner Klasse mag ich am liebsten 
leiden? 
f) Warum gerade diesen? 
92) Was Spiele ich am liebsten? 
h) Warum das? 
1) Was will ich werden, wenn Iich groß bin? 
k) Warum das? 
1) Welcher Schüler ist der klügste in unsgerer Klasse? 
m) Welcher Schüler ist der fröhlichste und welcher der 
traurigste? 
Die Beantwortung dieser Fragen erfolgte wie auch die andern 
Niederschriften ohne wesentliche Zeichen der Gehemmtheit. Eine 
Beeinflussung der Antworten durch die Lehrer fand Selbstredend 
nicht Statt, Streng wurde auf iSoliertes Arbeiten der einzelnen Ze- 
halten, inSbesondere jede Konvergation unterbunden. 
Trotzdem blieb das Kollektivverfahren als Solches wohl nicht 
ohne Kinfluß auf die erhaltenen Reaktionen. Vor allem ist Schon 
der auffällige Mangel an Hemmungen, der bei derartigen Unter- 
Suchungen zutage tritt, mindestens zum Teil als Wirkung der 
Kollektiveinstellung anzugehen. Schwerlich würden einzeln be- 
fragte Kinder und Jugendliche 80 ungehemmt über sich, ihre Selbst- 
beurteilung, ihre Neigungen, Freundschaften, Berufswünsche 
Sprechen, wie es bei Untersuchungen nach der Methode der Nieder- 
Schriften der Fall zu Sein pflegt. Es kommt hinzu, daß der Mensch 
leichter Schriftlich als mündlich beichtet. 
Die Lehrer erklärten den Schülern, daß die Niedergehriften 
für WwiSSenschaftliche Zwecke gemacht würden, daß es keine Zen- 
S1ren auf Sie gäbe und sie Selbst die abgelieferten Niederschriften 
nicht lesen würden. 
Die Angaben der Schüler wider3prachen Sich mitunter (z. B. 
bezüglich des Lebensalters). So weit als möglich wurde dann Klar- 
heit geschaffen, andernfalls wurden die ungicheren Angaben von 
der statistiSchen Bearbeitung ausgeSChlosgSen. -- 
Die Angaben, die die Kinder in den genannten drei Nieder- 
Schriften über gich Selbst machten, konnten ferner in folgender 
Weise ergänzt bezw. berichtigt werden. 
1. Die Lehrer und Lehrerinnen der unterguchten Schüler 
hatten die Güte, über jedes Kind in folgender Hingicht zu urteilen:
	        

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