Full text: Zeitschrift für Kinderforschung - 34.1928 (34)

Vom „Verbrecher aus Schuldbewußtsein“. 143 
und destruktiv wirken kann. Es ist ein Beleg dafür, daß E. v. DÜü- 
ring mit Recht Goethes Wort von der „Erbtugend“ als Er- 
gänzung der Lebre von der „Erbsünde“ noch für den Bereich der 
Sozialen und p8Yychologischen „Gesetzwidrigkeiten“ als wahr an- 
&Cwandt wisgen will und daß er noch hier als gültig aufstellt, was 
Jean Paul ebenso gläubig und verheißungsvoll wie mahnend als 
Weg der Erziehung weist: „Der Geist der Erziehung -- überall das 
Ganze meinend ---- iSt nichts, als das Bestreben, den Idealmenschen, 
der in jedem Kinde umhüllt liegt, frei zu machen durch einen Frei- 
gewordenen.“ -- Daß hier immer wieder von den individuellen 
Bedingtheiten, der „Individuallage“ (Pestalozzi) auszugehen 
iet, hat EK. v. Düring ausdrücklich hervorgehoben. Aber wer 
Seine Untersuchungen zur „Jugendfürsorge“ und zur Frage der 
„Progtitution“ heranzieht, kann Sich überzeugen, daß dieser Grund- 
vedanke durch alle Bezirke wirksam bleibt.
	        

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