Full text: Zeitschrift für Kinderforschung - 34.1928 (34)

12? A. BugSemann: 
gebnisse dieser Arbeit. Übrigens werde ich auch auf das in dieser 
Arbeit besprochene Material in einem anderen Zusammenhange: 
noch einmal zurückkommen. 
3. Die GeSchwiSterschatt der untersuchten Kinder. 
a) Kbenso wichtig für die Beurteilung der kindlichen Milieus. 
wie leicht zu ermitteln war die Häufigkeit der gESCHWIStEr- 
logen (=einzigen), eingeschwiStrigen (KK. mit einem 
Geschwister), ZWeigeSChwiStrigen usw. Kinder. Die pro- 
zentuellen Häufigkeiten Sind für Kn (= Knaben), Md (= Mädchen) 
und Ki (= arithmetisches Mittel aus den Werten für Kn und Md). 
folgende: 
Zahl der Geschwister: () ] 3 3 4 DZ 0 7 8 () 
Kn: 21 39 21 10 3 4 0,5 ] 0 05 
Yd.: 18 35 25 12 145 3 1 1 0 05 
Ki 195 37 23 11 4 3,5 ] 1 0 05 
Im Durchschnitt haben die uns angehenden Familien 2,6 Kinder. 
Da die kinderlosen Khepaare nicht mit erfaßt Sind, entspricht. 
dieser an Sich gewiß niedrige Wert nicht der Fruchtbarkeitsziffer 
der Khen dieser Bevölkerungsschicht, Sondern liegt Schätzungs- 
weise einige Zehntel zu hoch. Zwischen den Hauptberufsgruppen. 
zeigt Sich folgender Untergehied: 
Selbständige Gewerbetreibende . . . . . 2,4 
desgl. Kaufleute oo 2,5 
Unterbeamte, Arbeiter . . rr ZT 
Mittlere Beamte und Angestellte oe 32 
Wohlgemerkt lassen diese Werte keinen Schluß auf die ehe- 
liche Fruchtbarkeit zu, da ja nur diejenigen Familien erfaßt. 
wurden, welche Kinder in ungere Mittelschulen Schicken. | 
b) Zweifellos ist es nicht gleichgültig für den Werdegang eines. 
jungen Menschen, ob er unter Geschwistern des gleichen oder des 
andern Geschlechts aufwächst oder endlich 80wohl gleich- 
geschlechtliche als auch andersgeschlechtliche Geschwister hat. Die: 
Faktoren, welche die Zusammensgetzung einer Geschwisterreihe in 
dieser Hinsicht bestimmen, Sind uns nur zum Teil bekannt. HBEs. 
kommen 2. B. in Prage: 
1. Die relative Häufigkeit der Knaben- und Mädchengeburten.. 
Bekanntlich überwiegen in Deutschland erheblich die Knaben-- 
geburten (100 : 105,2). Zählt man Totgeburten, Fehlgeburten usW..
	        

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