Full text: Zeitschrift für Kinderforschung - 34.1928 (34)

Aus dem psSychologischen Institut der Universität Rogtock. 
Psychologische Probleme des Hungers und APppoetits. 
ingbesondere beim Kinde. 
Yon 
Prof. Dr. David Katz. 
Vor einiger Zeit haben. meine Frau und ich in einem Werk 
Analysen von wörtlich notierten Gesprächen veröffentlicht, die wir 
mit unseren beiden Kindern, zwei Knaben, geführt haben, von 
denen der ältere (Wilhelm Theodor, Rufname Theodor) am 8. 11. 20, 
der jüngere (Julius Gregor, Rufname Julius) am 6. 7. 22 geboren 
iSt. * Die Zergliederung der Dialoge hat ein ganz ungewöhnlich 
reichhaltiges und aufschlußreiches Material für das Verständnis der 
kindlichen Welt nach ihrem Inhalt 80wie nach ihrer eigenartigen 
Gestalt geliefert. Manche Gespräche gaben in Verbindung mit 
anderen Aufzeichnungen unserer wissenschaftlichen Tagebücher 
neuartige Eingichten in die Probleme des Hungers und des Appetits 
beim Kinde, die zu SysStematischen Untersuchungen eimluden. Zwar 
Sind diese Untersuchungen noch nicht abgeschlossen, und ihre 
Durchführung wird noch längere Zeit in Anspruch nehmen, bei 
dem Mangel an Arbeiten über den Hunger und verwandte Probleme 
in der Kinderpsychologie Schien es uns aber berechtigt, den Lesern 
dieser Zeitschriſft einen kurzen Bericht über die bis jetzt erhaltenen 
Ergebnisse zu unterbreiten, denen nicht nur eine theoretische, 
Sondern auch eine unmittelbar praktische Bedeutung für die Fragen 
der Krnährung des Kindes zukommen dürfte. Schlecht essende 
Kinder Sind ein Kummer für viele Kltern, immer wieder Sieht Sich 
der Kinderarzt vor die Frage gestellt, wie die kindliche Appetit- 
logigkeit zu beheben Sei, die mit ihren Folgen der chronischen 
Unterernährung die Anfälligkeit des Kindes gegenüber Krank- 
heiten erhöhen und die Chancen für eine gückliche Überwindung 
 
 
! David und Rosa Katz, Gespräche mit Kindern. ÜUntersuchungen zur 
Sozialpsychologie und Pädagogik. Berlin, Julius Springer, 1928,
	        

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