Full text: Zeitschrift für Kinderforschung - 34.1928 (34)

14 A. Bugemann 
3. Die 43 dreigeschwistrigen Kinder verteilen 
Sich folgendermaßen auf die fünf möglichen Formen der Ge- 
Schlechtsverteilung: 
4Kn 3Kn1Ma 2Kn2Nda LKn3Wd 4 Md 
befragte Schüler : 11 28 50 11 --"'/, 
„» BSchülermnen: -- 4 36 32 28 
» 
Das Überwiegen der Mädchen im Verhältnis zu den wahr- 
Scheinlichen Werten ("16 "1165 "lie 1163 116) iSt noch deutlicher als 
bei den zweigeschwistrigen Kindern. 
4. Die 18 viergesSchwistrigen Kinder endlich 
zeigen folgende Verteilung: 
5 Kn 4Kn1lMd 31im2Md 2Kn3Md 1m 4Md 5230109 
befragte Schüler: 0 Ö 80 20 0 -- "1 
» Schülerinnen: -- 0 23 46 23 S8, 
Auch hier überwiegen die Mädchen. -- 
Milieukundlich bedeutsam ist folgender Beſund: Die Ausgicht, 
In einer geschlechtlich gemischten Geschwisterreihe aufzuwachsen, 
iSt um 80 größer, je zahlreicher die Geschwister überhaupt Sind. 
In der Lage, Geschwister des anderen Gegechlechts zu haben, Sind 
In unsgerem Material von den 
eingeschwistrigen Kindem . . . 583,2", 
zweigeschwistrigen Kindern . . . 87,56, 
dreigeschwistrigen Kindern . . . 80,5", 
viergeschwistrigen Kindern . . . 94,0"). 
Infolge der Seltenheit großer Geschwisterzahlen -- nur etwa 
20 ?/, der Kinder haben mehr als 2 Geschwister! --- ist der Prozent- 
Satz der Kinder (alle Gruppen zusammengenommen), die auf den 
Begitz eines andersgeschlechtlichen GesSchwisters Verzichten müSSen, 
überraschend groß. In unserem Material haben 
42 *|, der Knaben keine Schwegter, 
39 */, der Mädchen keinen Bruder. | 
Diese Kinder wachsen als0 nicht in Geschwister-Koe- 
dukation auf. 
Vergleichen wir ältere und jüngere Jahrgänge unserer Schüler- 
Schaft, 80 zeigt Sich eine Zunahme der relativen Häufigkeit gleich- 
geschlechtlicher Geschwister: 
Alter der befragten Kinder 10--13 14 --17 Jahre 
Absolute Zahl der gleichgeschl. Geschw. 190 121 
desgl. der andersgeschlecht! Geschwister 222 116
	        

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