Full text: Zeitschrift für Kinderforschung - 34.1928 (34)

Gegehwisterschaft, Schultüchtigkeit und Charakter. 15 
Während also zuerst die andersgegchlechtlichen Geschwister 
in der Überzahl gind, Sind es hernach die gleichgeschlechtlichen. 
Das entgegengegetzte könnte an Sich ebenso gut der Fall Sein; ich 
muß es dahingestellt Sein lasSen, ob es Sich hier um eine Begonder- 
heit ungeres Materials handelt, und welche Faktoren zur Erklärung 
heranzuziehen Sind. 
' €) Aus der 2. Niederschrift war zu ersehen, welche Stellung 
das befragte Kind unter Seinen Geschwistern hatte. Bezeichnen 
wir ein Geschwister mit g und das befragte Kind mit i, und ordnen 
wir weiterhin die Kinder der herangezogenen Familien dem Alter 
nach, dann läßt Sich in kurzer Formel die Struktur der Geschwister- 
Schar darstellen. 21 bedeutet dann: das befragte Kind hat ein 
älteres Geschwister, ist Selbst also das Letztkind usw. 
Es ergaben gich, wie zu erwarten Stand, alle nur denkbaren 
Fälle, 80 unter den eingeschwistrigen Kindern: 
g 18 
befragte Kn 26 26 
befragte Md 22 39 
unter den zweigeschwistrigen Kindern: 
HM u 6 O 
M 18 18 12, 
unter den reigeschwistrigen Kindern: 
gggi goig gigg 1888 
M... u. D 3 3 D 
Md 2 7 i 3 
Im folgenden bedienen wir uns dieser und entsprechender 
Formeln, um die Stellung des Kindes in der Geschwister Schar Kurz 
zu bezeichnen. Als Abkürzungen dienen dabei auch noch die 
Zeichen b (= Bruder), 8 (= vöchwester). 
4. Beziehungen zwiSchen Klassenplatz und GeschwisterSchaft. 
Auf Anregung von FF. Lenz hat der Münchener Schularzt 
Dr. Fürst eine Statistik durchgeführt, in der 500 Fortbildungs- 
Schüler daraufhin verglichen werden, ob eine Beziehung zwischen 
Ihren Schulzenguren und der Kinderzahl der elterlichen Familie 
(oder was dasselbe ist, der Zahl der Geschwister) vorliegt. Wie 
ich der Schrift „Über die biologischen Grundlagen der Erziehung“ 
von F. Lenz entnehme ?, hat Sich folgendes gezeigt: „Die Schüler 
1 München 1925. Seite 34 f.
	        

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