Full text: Zeitschrift für Kinderforschung - 34.1928 (34)

212 Aa. Gregor: Zur Pädagogik des Krziehungsheims Schloß Flehingen 1927. 
es wit Sich, daß auch in kürzerer Frist (?/,--1 Jahr gute Erfolge 
erreicht werden können, wie weit Sie nachhaltig Sind, müßte freilich 
erst geprüft werden. 
2. Die Zahl der Gebesgerten nimmt mit der Erziehungsdauer ab, 
Sie wandern nach den guten Krfolgen hinüber. In einzelnen (Schwereren) 
Fällen kommen wir auch bei langer Erziehungsdauer nicht über eine 
BesSerung heraus. - 
3. Die Zablenreihe für ungebessert zeigt, daß kein Fall auf die 
Dauer ungebessert bleibt, indem nach 1 Jahr für diese Kategorie 
(erstmalig zugeführt) die Zahl der Ungebesserten verschwindet. Die 
tatSächlich Unverbegsgerlichen .zeigen diese Qualitäten meist nicht in 
der Angtalt, Sondern im Sozialen Leben. 
Als rückfällig werden jene Zöglinge geführt, die nach der HEnt- 
JasSung wieder aufgenommen werden müssen. Es handelt gich dabei 
nicht immer um einen tatsächlichen Rückfall in die Verwahrlogung, 
Sondern vielfach um Schwierigkeiten, die Sich auf der Stelle, in die 
SIe entlassen wurden, ergeben. Immerhin verläuft die Fürsorgeerziehung 
bei ihnen nicht glatt und die Erziehungsdauer wird verlängert. Die 
Zahlenwerte für die entlassenen Rückftälligen lasgen Nachstehendes 
erkennen: 
1. Us besteht eine Stetige Zunahm2 der gaten Erfolge mit der 
Dauer der Angtaltserziehung. Die Zahl guter Erfolge bei Zöglingen, 
die über 2 Jahre in der Anstalt verblieben, ist relativ viel höher als 
bei den noch in der Anstalt befindlichen * oder zum erstenmal ent- 
lasSenen Zöglingen: Der Erfolg Steigt hier mit der Dauer der Ansgtalts- 
erziehung, 
2. Vor einem halben Jahre konnte bei dieser Kategorie in keinem 
Falle ein guter Erfolg erzielt werden. FHs handelt Sich um die 
Schwierigeren Fälle, bei denen nur durch kongequente und relativ 
Jange Angtaltserziehung ein Ziel erreicht werden kann. 
- 3. Für die gebessert Hntlassenen finden wir ähnlich wie bei erst- 
malig Untlassenen einen Abfall von der Erziehungsperiode 1-2 Jahre 
zu jener von über 2 Jahren. Aber dieser Abfall ist hier geringer, 
d. bh. bei der Schwierigeren Fällen wandert ein kleinerer Teil zu den 
guten HBrfolgen ab, die Mehrzahl bleibt bloß gebessert. 
4. Die Reihe der Ungebesgerten zeigt, daß bei dieser Kategorie 
trotz längerer Ansgtaltserziehung keim Erfolg zu erreichen war, 
Die Abgänge erfolgten teils in die Anstalt für Schwergterziehbare, 
teils durch EKntweichung.
	        

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