Full text: Zeitschrift für Kinderforschung - 34.1928 (34)

29 | A. Bugemann: 
Altersfolge: 
1. ingoschwistrige Kinder ig sitzen durchschnittlich im 5,2. Neuntel 
(0 = 66 +5 0) gi ," ,»„ ," 5,4. ," 
2. Zweigeschwistrige Kinder 1gg » »„ „ 4,2. » 
(m = 25 + 27 +25) gig »„ » „ 4,3. »„ 
8821 " 9) 9» 5.8. .; 
3. Dreigeschwistrige Kinder iggg „, » „ 3,9. » 
(1 =8+ 1041046) gigg „ .» „ 1. » 
3819 ., 2» » 0. 
g821 . » „ % 
4. 4--9geschwist, Kinder nging „, + „ 4.7. » 
(0 =21-4- 13) ngl „ , »„ 5,2. " 
So beschränkt das Material ist, läßt es doch den Schluß zu, 
daß Erstkinder dahin neigen, Schultüchtiger zu 
SciINAals jüngere GeschwisSter, undzwarumsSo mehr, 
je mehr jüngere GeschwisSter 81ie haben -- von der 
Grenze abgesehen, die Immer durch zu große Geschwisterzahl ge- 
zogen wird (s. oben): 
Das erste von zwei Geschwistern Saß durchgchnittlich im 5.2. Neuntel 
,» » „ drei ," „ ,„ „ 4,2. .„ 
» » » Vier » a» :) »" 3. 9. » 
Der Vorzug der drei- und vierkindrigen Familie liegt, was die 
Schultüchtigkeit betrifft, nach diesen Befunden vorwiegend in der 
günstigeren votellung der Erstkinder. Die er- 
leichterte Nachahmung älterer Kinder durch 
jüngere kann also nicht entscheidend Sein. 
(Abb. 2.) 
Das Letztkind Sitzt s0gar durch- 
SChnittlich tiefer als Seine Ge- 
--Ö Schwister. Auf die Benachteiligung des 
Letztkindes, die der des geschwisSterlosen 
 
ig“ gdi- gab ggg- 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
ZI Kindes ähnlich Sieht, ist Schon oft hingewiesen 
, worden, zumal die Erfahrungen des Lebens 
Abb 2. mitunter Ccbarakterologische Entartung und 
Minderleistung des Letztkindes zeigen. 
Auch diese Befunde verlangen milieutbheoretische Erklärung, 
beweisen die große Bedeutung des familialen Milieus. * 
? Zur Überlegenheit älterer Kinder über jüngere (Despotie usw.) vgl. 
Ch. Bühlers Beobachtungen an Säuglingen: Ch. Bühler, H. Hetzer 
u. B. Tudor-Hart, Soziologische u. pSsychologische Studien über das 
erste Lebensjahr. Jena 1927 (Quellen u. Studien zur Jugendkunde, Hett 5). 
Embryonalschädigung und Geburtstraumen dürften zur Erklärung nicht ge- 
eignet gein, auch nicht Hinweise auf Mongolismus bei vielgeschwistrigen 
Letztkindern.
	        

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