Full text: Zeitschrift für Kinderforschung - 34.1928 (34)

24 A. Bugemann: 
dahin, daß eine geschlechtlich gemischte Kinderschar ein Vvorteil- 
hafteres Milieu gei als eine unisexuelle. Bezüglich der vSchul- 
tüchtigkeit (Klassenplatz) gilt in unsgerm Material durchaus das 
Gegenteil: am höchsten Sitzen z. B. durchschnittlich Knäben, die 
3 Brüder und keine Schwester haben. (Abb. 3.) 
Zu analogen Befunden kommen wir auch, wenn wir die ab- 
Soluten Häufigkeiten der verschiedenen Geschwisterschaitsformen 
in den einzelnen Klassendritteln ermitteln. Ks entfallen auf das: 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
8. 1. TÜ I 
Klassendrittel 
7 / ). Schüler mit nur gleichgesch]. Geschw. 11 13 12 
MN „ gleich- und andersgegchl, 
/ Geschw. . u I8 18 14 
6. . | , 
-- +. » mit nur andersgesch]. Ge- | 
5 - | SchwiSt?.. os - 9 18 13 
* | 2. Schülerinnen mit nur gleichgesch]. Ge- 
3 „7 SchwiSt? u u u I 16 15 
S&F » mit gleich- u. andersgesch]. 
/ Geschw. uu 20 26 22 
3. .. mit nur andersgeschlecht]. 
GeschWw. os u u - DD 24 . 25 
7 Danach Scheint besonders das Mädchen in 
1--dof rr Seiner Sehultüchtigkeit darunter zu leiden, 
Geschwades and. Geschlechts WENN CS nur Brüder hat; etwas weniger, aber 
4)». 3. immerhin 8ehr deutlich, auch der Knabe 
darunter, wenn e* nur Schwestern hat. 
Daß diese Leistungsunterschiede zwiSchen Kindern mit anders- 
geschlechtlichen Geschwistern und Kindern ohne diegelben milieu- 
theoretisch erklärt werden müggen, igt keine Frage. 
% Zeugniszensuren und GesSchwisterzahl. 
Wir haben bislang als Maß der Schultüchtigkeit eines Kindes 
Seinen Klagenplatz (genauer Sein Klassgenneuntel) benutzt, in der 
Annahme, daß die Rangordnung der Schüler, wie das Lehrer- 
kollegium Sie in den Zeugniskonferenzen vornimmt, ein ab- 
gekürzter Ausdruck für die von den Lehrern gewonnenen Wert- 
eindrücke darstellt. 
Es Schien aber wertvoll, auch die Zenguren Selbst zu Ver- 
gleichen. Aus äußeren Gründen wurde bei dieser Untersuchung 
nur die Knabenmittelschule (168 Knaben) berückSgichtigt. Zu- 
grunde gelegt werden die Zenguren von Oktober 1926 und Ostern 
1927. deren arithmetisches Mittel maßgeblich war. Diese Bagierung
	        

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