Full text: Zeitschrift für Kinderforschung - 34.1928 (34)

Geschwisterschaft, Schultüchtigkeit und Charakter. 27 
(Die regultierende Durchschnittszensur ist also aus 2 X 4 Ein- 
zelzenguren abgeleitet.) 
Als „Normalzengur“ ist in Sämtlichen Fächern 3 anzusetzen 
(Religion, für die als Normalzengur im allgemeinen 2 gilt, ist nicht 
berücksichtigt worden). Wir berechnen demgemäß die prozentuelle 
Häufigkeit der Zenguren über und unter 3. 
Für den Durchschnitt der drei Hauptfächer ergibt Sich 
dann folgendes: 
Geschwisterzahl Ö 1 2 3 4--9 
"%", %. en "%% | %» 
lobende Zensur (über 3). . . . 27 26 43 47 50 
tadelnde „ (unter 3) . . . 45 42 33 20 30 
Es haben also z. B. von 100 dreigeschwistrigen Kindern 47 eine 
durchschnittliche Zengur höher als 3 in den drei Hauptfächern, nur 
20 eine niedrigere als 3. -- Die Verteilungsreihe bringt uns nichts 
Neues, fügt Sich vielmehr dem Bekannten widerspruchslos ein. 
Die Realien ergeben bei analoger Berechnung folgendes 
Bild: | 
0 1 2 3 4---9 Geschwister 
0 / 0 /» ". VU » 0 !o . 
lobende Zengur . . 39 39 38 5:3 40 
tadelnde Zenzur . 41 34 33 13 30 - 
Für die Fertigkeiten: 
0 1 2 3 4--9 Geschwister 
"%. "% %. "%. % 
Jobende Zensui! .. . 72 49 67 89 80 
tadelnde Zengur . 24 25 14 14 10 
Durchgchnittlich liegen die Zensguren in den Realien höher als 
in den Hauptfächern und wieder höher in den Fertigkeiten, Ver- 
mutlich, weil die Lehrer in diesen Fächern weniger Streng urtelien. 
In allen drei Fächergruppen aber ergibt Sich ein Steigen der 
Leistungen bei Steigender GeschwisSterzahl. 
Fasgen wir nunmehr alle Zensuren in Unterrichts- 
fächern (Religion ausgenommen, weil die Normalzengur hier 
wesgentlich höher liegt als in anderen Fächern) zusammen und be- 
rechnen für jedes Kind eine einzige Durchschnittszengur, 80 ergibt 
Sich folgendes: Durchschnittszensur überhaupt (aller Kinder) ist 
2,8. Von diegem Werte weichen ab (prozentuell): 
| | | 0 1 2 3 4-9 
lobende Abweichung . . . . . 31 27 35 46 50 
tadelnde Abweichung . . . . . > 46 43 20 20
	        

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