Full text: Zeitschrift für Kinderforschung - 34.1928 (34)

28 A. Bugemann: 
In Worten: Je größer die GeschwisSterzahl, desto 
häufigersgsindlobende, desto Seltenertadelnde Ab- 
weichungen von der DurchSchnittszensur (Abb. 4.) 
Kine Grenze tindet diese Regel in der Benäch- 
teiligung, die allzu große Geschwisterzahl (4 und 
mehr Geschwister) bedeutet, -- 
Ermitteln wir endlich, um auf die Befunde von Fürst 
(s. oben) zurückzukommen, die durchschnittliche Geschwisterzahl 
für Kinder verschieden guter Vachzenguren, 80 finden wir: 
Die Schüler mit der Durchschmttszensur haben im Mittel 
2 2,3 1,75 Geschwister 
2,5--2,7 1,92 » 
2.8 1,96 » 
3.0 1,32 » 
32--33 - 0,76 M 
Am kinderreichsten (2,96 Kinder) waren also die Familien der 
Kinder mit genügender Durchschnittszensur. Sowohl die 
besger wie auch die Schlechtet 
zensglerten Kinder Stammen aus 
Familien mit durchschnittlich 
weniger Kindern, und zwar die 
Kinder mit Schlechtesten Zen- 
SUren aus den VYamilien mit ge- 
Yringster Kinderzahl, während 
die Kinder mit besten Zensguren 
aus mittelgroßen Familien 
kommen. 
Wie erklärt Sich die Abweichung von 
Fürst? Vermutlich Spielen in Seinem 
Material die Differenzen des Sozialen, öko- 
nomischen, kulturellen Milieus eine erheb- 
lich größere Rolle. Die Fortbildungs- 
Schulen werden von Angehörigen vieler 
Sozialen Schichten besgucht. Es iSt an- 
zunehmen, daß junge ungelernte Arbeiter 
mehr Geschwister und Schlechtere Zen- 
Suren haben als junge KkaufmännisSche 
Angestellte. Seine Befunde mögen an 
Sich also zu Recht bestehen. Die unsrigen aber zeigen, daß die 
Geschwisterzahl nicht nur Wirkung von Erbanlagen der Eltern, 
Sondern Selbst ein bedeutender Milieufaktor ist. 
 
Abb. 4,
	        

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