Full text: Zeitschrift für Kinderforschung - 34.1928 (34)

Bin Heim für gSchulentlasSene, noch berufsunreife 
Mädchen. 
Zugleich ein Beitrag über die Entwieklung und für die Behandlung 
ehemaliger Hilfsschülerinnen und Schwer erziehbarer Mädchen, 
Von 
Professor Dr. Eugen Schlesinger, Frankfurt a, M. 
Das Heim, über das ich hier berichten darf, bietet nach mehr- 
facher Richtung aktuelles Interesse, zunächst als eine ergänzende und 
zwar vorbeugende Einrichtung der Jugendfürsorge, als eine Art von 
Vorasyl Die SchulentlasSenen, aber noch nicht berufsfähigen 
Mädchen g8ind zum Teil körperlich oder geistig Schwache, in der 
Entwicklung und Intelligenz zurückgebliebene Kinder mit mehr 
oder minder Schweren organischen Fehlern, in der Mehrzahl aber 
aktiv oder passIV gefährdete, abwegige, Schwierige Mädchen, in- 
des noch nicht kriminelle, noch nicht Fürgorgezöglinge; davor, 
vor der Unterstellung unter Fürgorgeerziehung, Sollen Sie gerade 
bewahrt werden. Daneben befinden Sich allerdings auch noch in 
etwa 10*/, durch den Landeshauptmann eingewiegene Fürgorge- 
zöglinge. n 
Wenn auch Sache eines Vereins, kann das Heim doch ohne 
großen Pehler als eine Einrichtung des städtischen Jugendamtes 
aufgefaßt werden, indem die Zöglinge zum weitaus überwiegenden 
Teil durch dieses eingewiesgen werden, und das Heim S80zusagen 
23nz durch die von dem Jugendamt für geine Zöglinge bezahlten 
Pflegegelder finanziert wird. Im Gegengatz zu früher kommt es 
heute nur mehr ausnahmsweise vor, daß die Eltern gelbst aus 
freien vtücken ihre Tochter dem Heim zuführen. 
Des weiteren verdient unser Heim Interesse als eine berufliche 
und zwar hauswirtschafttliche FPFortbildungs- 
SChule mit besonderer BerücksSichtigung 
SChwachbegabter Mädchen, ehemaliger Hilfis- 
SChülerinnen, die über die Hälfte der Ingassen ausmachen. 
Die neunte Hilfsschulklasse zur Ergänzung des dreijährigen PFort- 
bildungsunterrichts für die ehemaligen Hilfsschüler, und die beruf-
	        

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