Full text: Zeitschrift für Kinderforschung - 34.1928 (34)

10 TN. Ogeretzky: 
Ähnliche Anfälle traten bei 6 infantilen (nach dem Körperbau- 
typus) Zöglingen im Alter von 16---17 Jahren aut (wobei nach den 
morphologischen Stigmen ihr Alter mit 10--11 Jahren zu. bewerten 
wäre), bei einem „Haltlosen“ (Astheniker) und zwei Epileptoiden (einem 
LeptoSomen und einem Hochathletischen). | 
Wir gehen Jetzt zu den Ergebnisgen der Untersüuchung des Status 
PSYChicus über. Diese Untersuchung stellte fest, daß unter ungeren 
Probanden die abnormen Pergönlichkeiten mit 43,19,, die Norm da- 
gegen mit 56,9 %/, vertreten ist. Die große Zahl der Abnormen unter 
den Zöglingen des Arbeitshauses erklärt Sich dadurch, daß hier die 
Gruppe der besonders Schwererziehbaren Minderjährigen Sich ver- 
Sammelt, 80 daß wir es hier mit einer bis zu einem gewisgen Grade 
Spezifigchen Konzentrierung zu tun haben. 
Die erste Stelle unter den Abnormen nehmen die Oligophrenen 
ein (48,4%, der Gesamtzabl der Abnormen); die zweite Stelle die 
Psychopathen (41,6%); an dritter Stelle Stehen die Epileptiker (5,6/,). 
Wir führen nun die Verteilung der Minderjährigen nach den 
Diagnosen an. 
0 
/o 
| 1. Organische Yormen | a) FE SEREN 16,8 
TL. Oligophrene ) . | b) Imbezi e. .. . 32, 
| 2. Kndokrine Formen / 3) Debile . . . . . 4,3 
j b) Imbezille . . . . 0,3 
| A. Schizoide . . . . . 3,0 
1 B. ZyKloide . . . . - 1,3 
11. Psychopathische Pergönlichkeiten ; C. Epileptoide . . . . b.1 
] D. Reaktiv-labile . . . 4,7 
| E. Gemigehter Typus . . 3,2 
DI. Epileptiker „eee ee ee ee ie + 2,4 
IV. Regidualerscheinungen nach Encephalitiden (Lethargica u. a.) . 43,8 
( A. Schizothyme (Intravertierter Typus) . . . . . 9,4 
| B. Syntone (FKxtravertierter Typus). . .. . - 74 
3 Nu 3 C. Sthenisoh-impulsver Typu8S ooo. - - - 10,3 
V. Rorm j D. Kipotiver Typ. vo oo ie - - 13,1 
K, Infantiler TypB8 oo ov ooo u + = 102 
| PF. Gemigchter Typ. o.o os u u ir - - BID 
Diese Verteilung der Zöglinge nach den Diagnosen erfordert einige 
Erklärungen. Das Gegagte gilt in erster Linie für die Oligophrenen. 
Hätten wir das Niveau der intellektuellen HKntwicklung unserer Probanden 
nur mit Hilfe dieser oder jener Testprüfungen bestimmen wollen, 80 
würden wir nicht nur 20,6%, Oligophrene erhalten haben, gondern 
bedeutend mehr. Sehr instruktiv gind in dieser Hingicht die Befunde,
	        

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