Zäust, Erziehung 1e. rt
nie den guten Erzieher bilden 3 es ſcheint da, wenn alle
Mittel, den guten Willen 'zu- belehren, oder ihn, wenn
er nicht da iſt, durch Ermahnung , Beyſpiel u. ſ. w. zu
bewirken, vergeblich angewand ſind; nichts übrig , als eis
genſinnige ſchlechte Eltern ihres Erziehungsrechts zu ents
ſehen , und die Kinder in 'eine gute Erziehungsanſtalt. zu
hringen. Belohnungen aber ſcheinen bey einer Pflichterz
föllung nicht an ihrer Stelle, die ſich ſo teichlich ſeldſt
belohnt, und durch Belohnungen nur verunreinigt wers
den würde. Beweiſe verdienter Achtung aber ſind nicht.
Ertheiläng einer Belohnung, ſondern Abtragung einer
Schuld, - )
Wenn endlich Ht, M. am Ende den Wunſch hins
zufügt, daß alle, die einſt als Organ einer unmittelbaren
Staatsaufſicht angeſtellt werden möchten , kein zweydeutiz
Hes Mondſcheinslicht in diefen Gefilden der Pädagogik
auf die Abwege des Despotism leite, und daß die Machts
Habex in dieſer heiligen Angelegenheit der Menſchheit ſich
keine Machtſprüche erlauben mögen, ſo ſpricht er dadurch
yum ſo treffender die Beſorgniſſe aus, die meinen eyſtien
Aufſaß über dieſen -Gegenſtand veranlaßten / da ich nicht
Wohl abſehen kann, wie ſich eine unmittelbare Einmiſchung
des. Staats in die häusliche Erziehung ohne Machtſprüche
denken (äßt. = Schröder,
Ü. | .
Etwas zu des Herrn J,. M, Laubling Aufſaß im Julis
„befte 18078 über Erweckung und Benußung |
des Ehrtriebes, --
Hr,