Full text: Neue Bibliothek für Pädagogik, Schulwesen und die gesammte neueste pädagogische Literatur Deutschlands - 1809 1.-4. Stück (2)

Zäust, Erziehung 1e. rt 
 
nie den guten Erzieher bilden 3 es ſcheint da, wenn alle 
Mittel, den guten Willen 'zu- belehren, oder ihn, wenn 
er nicht da iſt, durch Ermahnung , Beyſpiel u. ſ. w. zu 
bewirken, vergeblich angewand ſind; nichts übrig , als eis 
genſinnige ſchlechte Eltern ihres Erziehungsrechts zu ents 
ſehen , und die Kinder in 'eine gute Erziehungsanſtalt. zu 
hringen. Belohnungen aber ſcheinen bey einer Pflichterz 
föllung nicht an ihrer Stelle, die ſich ſo teichlich ſeldſt 
belohnt, und durch Belohnungen nur verunreinigt wers 
den würde. Beweiſe verdienter Achtung aber ſind nicht. 
Ertheiläng einer Belohnung, ſondern Abtragung einer 
Schuld, - ) 
Wenn endlich Ht, M. am Ende den Wunſch hins 
zufügt, daß alle, die einſt als Organ einer unmittelbaren 
Staatsaufſicht angeſtellt werden möchten , kein zweydeutiz 
Hes Mondſcheinslicht in diefen Gefilden der Pädagogik 
auf die Abwege des Despotism leite, und daß die Machts 
Habex in dieſer heiligen Angelegenheit der Menſchheit ſich 
keine Machtſprüche erlauben mögen, ſo ſpricht er dadurch 
yum ſo treffender die Beſorgniſſe aus, die meinen eyſtien 
Aufſaß über dieſen -Gegenſtand veranlaßten / da ich nicht 
Wohl abſehen kann, wie ſich eine unmittelbare Einmiſchung 
des. Staats in die häusliche Erziehung ohne Machtſprüche 
denken (äßt. = Schröder, 
Ü. | . 
Etwas zu des Herrn J,. M, Laubling Aufſaß im Julis 
„befte 18078 über Erweckung und Benußung | 
des Ehrtriebes, -- 
Hr,
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.