Full text: Neue Bibliothek für Pädagogik, Schulwesen und die gesammte neueste pädagogische Literatur Deutschlands - 1809 1.-4. Stück (2)

168 IT. A bſch, Spavrs Na Hricht te. , 
 
Menſchheit im Menſchen halten; das Uebrige ſcheint ſich, 
iſt dieſer Zweck vollſtändig erreicht , ſp ziemlich von ſelbſt 
zu geben; die Haughälterin geräth überdieß an' der Mutz 
ter Seite beſſer, als in der Schyle, und würdige Gattin 
and Freundin ihres Mannes, ſo wie gute Mutter und 
Erzieherin. ihrexy Kinder wird jedes Frauenzimmer ſchon 
durch die bloße Ausbildung der Menſchheit, geſekßt daß 
auch nicht alles im Erziehen ſo ganz ſchulgerecht erſcheinen 
möchte. - Auch macht xs Schwierigkeit, bey dieſer Ver 
Dreyfachung des Schnlzwecks iminey nachzuweiſen, für wel? 
<Ien Zwe gerade jeder Lehr! oder Uebungsgegenſtand be? 
rechnet ſey. Denn für welche der drey, Beſtimmungen iſt 
das Tanzen berechnet? Unſtreitig: kann ein-Frauenzim? 
mer eine gute Haushälterin ſeyn, ohne Tanzen; eine gute 
Gattin , ohne Tanzen; eine gute Mutter, ohne Tanzen ! 
Für welche Beſtimmung alſo das Tanzen? - Ueberhaupt 
muß ich geſtehen, um über dieſen Gegenſtand uoch ein - 
Paar Worte insbeſondre zu ſagen, daß es mir gaufgefal: 
Ien iſt, den Tanzmeiſter, oder, wie es jekt heißt, den 
Tanzlehrer unter den Lehrern, und das Zanzen als Lehr? 
gegenſtand aufgeführt zu ſehen. Wie gut wäre es doch, 
wenn ſich die Jünger auch in dieſer Hinſicht an den wür» 
digen Altvater Campe näher angeſchloſſen hätten! Wozu 
am Ende all* das Hüpfen? Es nüßt in dieſem Leben 
nichts, um eine gute Haushäölterin, eine gute Gattin, 
eine gute Mutter zu bilden, und in jenem Leben ==» ex? 
warte ich wenigſtens. auch nichts Sutes vom Tanzen, 
Aber die Welt „willi nun eijamal tanzen? Sie tanze! 
Nur, meyne ich, - brauche ſie es nicht in der. Schule zu 
jernen, Die Worte der umſichtigen Rudolphi: „ſo ver» 
Jierven wir oft den Preis der äuſſerſten Sorgfalt von 70 
 
his.
	        

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