IC Abſchn. | Einige Schuſſchriften, 285
Schüler ergreifender. Erkenntniß des Wahren, „Guten;
Edlen und Schönenz == es ſey ein 'beharrliches, mit
gufopfernder. Anſtrengung verknüpftes Streben nach
vielſeitiger Entfaltung der natürlichen Fähigkeiten, und
der dadurch . erworbener (n) Fertigkeit, - von dieſer in der
Scule der - Alten erhaltenen Kenntniß, x= „an und
für ſich, -- denn die Bildung des Menſchen muß
Seltbſtzwe> ſeyn, =“ 2, für die Wiſſenſchaft und
Kunſt , und 3. dereinſt für den Staat, -+ den
möglichſt größten und wohlthätigſten Gebrauch zu ma?
Dem."
“ Anders8wo, S. 14, findet ſich dieſe fräftige, went
"ouch etwas überbotene Stelle:
- „So lange wir in unſern Lehrinſtituten die
| altklaſſiſchen Schriftſteller zu leſen und in ihrem Geis
ſie. zu. erklären berufen ſind, haben wir nicht zu. fürch»
ten, daß wir -Sklaven , daß wir eine Beute des Auss-
Iandes werden, ==“ werden wir fortgeſeßbt die tiefſte
Verachtung jedes unedlen , niedrigen und würdeloſen
Beſtrebens in jedem. Stande fühlen , werden ſich fort
und fort die weſentlihen Chaxakterzüge des edlern
Menſchen in. uns ausprägen und erhalten, Dieſe eds
lern Züge der Humanität werden ſich am reinſten im
Gemüthe derer hervorheben , welche .von der Sule der
humaniſirten Griechen und Römer her, von der Ans
ſchanung ihrer herrlihen, noch heute unübertroffenen
Muſterwerbe erfüllt, erwärmt, belebt und. begeiſtert
wurden : Liberalität, Uneigennübigkeit, Vaterlandsliebe
und Humanitäts - Sinn , der 'allen Völkern Gutes
gönnt, jedem (ſein) Recht angedeihen läßt, == Aro
beitsluſt im Stillen und. mit Verzichtung auf. Ruhm
und ' fehn, Bewußtſepn der Pflichterfüllung, Aemſig*
| ' Leit.