Full text: Die Lehrerin : Organ des Allgemeinen Deutschen Lehrerinnenvereins - 32.1915/1916 (32)

Vorſizenden, Frl. M. Klug, Garveſtr. 25, Il, ſtatt. Tages3- 
ordnung: A. Geſchäftöbericht de3 Vorſtandes. B. Bericht der 
Reviſorinnen. C. Beratung des Haushaltungsplanes. 
D. Wahl der Abgeordneten für die in den Oſterferien in 
Frankfurt a. M. ſtattfindende Generalverſammlung. E. Mit- 
teilungen. =- Nach 8 57 der Saßung iſt die Verſammlung 
in jeder Beſezung beſchlußfähig. Der Vorſtand. 
Ortskaſſe Frankfurt a. M. 
Unſere Mitgliederverſammlung findet am 8. Januar 1916 
nachmittag8 4 Uhr ſtatt. Tagesordrung: Erledigung der in 
8 56 vorgeſchriebenen Geſchäfte. Wahl der Abgeordneten für 
die Weneralverſammlung. Die Verſammlung iſt in jeder Be- 
ſepung beſchlußfähig. Der Vorſtand. 
Ortskaſſe Danzig. 
Jahresverjammlung: Sonnabend, den 15. Januar 1916, 
nachmittags 5 5 Uhr in der Wohnung der 2 Vorfißenden, Frauen- 
gajfe 41, I. Tagesordnung: Crledigung der im 8 56 vorge- 
jehenen Geſchäfte. 8 57: Die Verſammlung iſt in jeder 
Beſezung beſchlußfähig. Der Vorſtand. 
Ortskaſſe Shwerin i. M. 
Die Jahre3verſammlung findet ſtatt am Mittwoch, den 
9. Januar 1916, nachm. 5 Uhr, im Hauje Apothekerſtr. 25. 
Tagesordnung: Erledigung der in 8 56 vorgeſehenen Ge- 
ſchäfte. Die Ortsverſammlung iſt in jeder Beſezung be- 
ſchlußfähig. Der Vorſtand. 
Ortsfaſſe Altona-Hamburg. 
Jahre3verſammlung: Montag, den 10. Januar 1916, 
abends 6 Uhr, im Singſaal des ſtädt. Lyzeums, Allee 99. 
Tagesordnung 8 5 "536: der Saßungen gemäß ; laut 857 iſt die 
VBerſammlung in jeder. Beſezung beſchlußfähig. 
Der Vorſtand: 
Th. Rudolph, Vorſißende. 
Ortskaſſe Berlin. 
Jahre3verſammlung: (Sonnabend, den 8. Januar 1916, 
nachmittags */55 Uhr, im Hauſe der Vorſikenden, Beller- 
mannſtr. 89, ID. Tagesordnung: Erledigung der im 856 
vorgeſehenen Geſchäfte. Die Verſammlung iſt in jeder Be- 
ſegung beſchlußfähig. | 
Der Vorſtand: 
M. Haſenpatt, Vorſikßende, 
(neranmenmngnennde 
Ortskaſſe Stuttgart. 
Die jährliche orbentliche Mitgliederverſammlung findet am 
Mittwoch, den 12. Januar 1916, abends 6 Uhr, im Frauen- 
ub, Alleeſtraße 23, ſtatt. Tage38ordnung nach 856 der 
Saßung. Nach 8 57 iſt die Verſammlung in jeder Beſezung 
beſchlußfähig. Wegen der Wahlen bittet um zahlreichen Beſuch 
Julie Drüd, Vorſikende. 
Stuttgart, Ulrichſtraße 17. 
Nachrichten. 
Schul<roniken im Kriege. Den Sc<ul<roniken wenden die 
Schulverwaltungen beſondere Aufmerkſamkeit zu, beſonders im 
Oſten. Die Lehrer ſind angewieſen worden, die Kriegs3- 
ereigniſſe, die den Schulort und ſeine Umgebung berühren, 
ſorgfältig aufzuzeichnen. Dasſelbe gilt für die bemerken3- 
werten Erlebniſſe der Bewohner. Die Aufzeichnungen ſollen 
ſ<on jekt beginnen, ehe der Eindruck de3 friſc; Erlebten in 
der Erinnerung verblaßt. Sollten die vorhandenen Chroniken 
vernichtet ſein, ſo iſt dafür Sorge zu tragen, daß baldigſt 
 
eine neue Chronik angelegt wird, in der die wichtigſten Exr=- 
 
eigniſſe. -und - Daten - ſeit Gründung der - Schule aufgezeichnet 
werden. Die Orts3ſchulinſpektoren ſind exſucht worden, die An- 
gelegenheit auf den Kirchſpielkonferenzen zu beſprechen. Eine 
etwaige Drucklegung ſoll gefördert werden. Die Kreis- und 
Ortsſchulinſpektoren ſind endlich veranlaßt worden, bei ihren 
Schulbeſichtigungen auch die Schulchroniken nachzuſehen und 
darauf hinzuwirken, daß etwaige Mängel beſeitigt werden. 
Förderung der Bildungsanſtalten für die weiblihe Iugend 
dur< den Staat fordert der Mittelfränkiſche Landrat, der in 
Anz3bach tagte. Der Berichterſtatter über die weiblichen Bil- 
dungsanſtalten, L. R. Siebert, hob deren Bedeutung hervor 
unter Hinweis auf die durch den Krieg hervorgerufene ver- 
minderte Verheiratungs8möglichkeit der Mädchen, auch in den 
höheren Ständen, und empfahl einen Antrag an die Re- 
gierung, der einſtimmig angenommen wurde, mit folgendem 
Wortlaut: „Es ſei die kgl. Regierung zu erſuchen, in An- 
betracht der geſteigerten Bedürfniſſe für die in Betracht kommen- 
den Anſtalten und ihrer beſonderen Bedeutung für weitere 
Kreiſe, welche durch die im Kriege und dur< deſſen Folgen 
für die weibliche Jugend geſchaffene Lage erheblich geſteigert 
iſt, die Kreis8zuſhüſſe für die beſtehenden öffentlichen An- 
ſtalten nach Maßgabe der Aufwendungen der Städte und ihrer 
Leiſtungsfähigkeit tunlichſt höher einzuſeßen, ſoweit 
die Finanzlage e3 geſtattet.“ 
Zum Gedüctnis der gefallenen Lehrer empfahl das Miniſte- 
rium in Altenburg, in dem Zimmer, wo ſie zuleßzt unterrich- 
teten, ihr vergrößertes Bild anzubringen. 
Gin Kriegslehrgang für landwirtſc<haftliche Haushaltungs5- und 
Wanderlehrerinnen und für Hausfrauen und Töchter auf dem 
Lande wird. auch in- dieſem Winter vom 10. bis 15. Januar 
1916 im Abgeordnetenhauſe in Berlin ſtattſinden. Die-im ver- 
gangenen Jahre mit ſo außerordentlich begeiſterter Anteil- 
nahme aufgenommenen Vorträge namhafter führender Redner 
und Rednerinnen vom Fach werden eine dem zweiten Krieg3- 
jahr und ſeinen Anforderungen entſprechende Fortſezung er- 
fahren. Das ausführliche Programm wird noch bekanntge- 
geben. 'Teilnehmerkarten für den ganzen Lehrgang koſten 5 4%; 
Wanderlehrerinnen haben Ermäßigung und nach Möglichkeit 
freie Gaſtwohnung in Familien. Anmeldungen ſind an vie 
Geſchäftsſtelle des Kriegslehrgangs für Landfrauen, Berlin, 
Leipziger Plat 4, zu richten. 
Die hauswirtſchaftliche Bildung der Müdhen wird in Dre35- 
den Weitere Förderung erfahren. Nach dem Muſter zweier 
ſchon beſtehender ſtädtiſcher Haushaltungsſ<ulen, die ein gan- 
ze8 Jahr lang an fünf Wochentagen Unterricht im Kochen und 
in Wäſchebehandlung bieten, ſoll Oſtern 1916 eine dritte Haus- 
haltungsſ<hule eröffnet werden, während für Oſtern 1917 die 
Neugründung von zwei derartigen Schulen vom Rate beſchloſſen 
worden iſt. 
Kriegsteuerungszulagen für Lehrer. Die Charlottenburger 
Stadtverordnetenverſammlung beſchloß am 3. November, den 
Lehrern und Beamten eine Kriegsteuerung3s8zulage zu gewähren. 
Ledige Beamte und Lehrer ſollen monatlich 12 4, Verheiratete 
ohne Kinder 15 4, Verheiratete mit einem Kinde bis zum 
16. Lebens8jahre 18 4, mit zwei Kindern 24 4 erhalten. Für 
jedes weitere Kind wird 64 mehr gewährt. Beteiligt an 
dieſer Zulage ſind Ledige mit einem Einkommen bis- zu 2000 4, 
alle übrigen mit einem ſolchen bi8 zu 3600 4. Dieſe Sache 
hat -- abgeſehen von der Belaſtung der Gemeinden = in- 
ſofern ihre Schwierigkeit, als 8 2 des preußiſchen Lehrer- 
beſoldungögeſeßes eine Beſtimmung enthält, die der Gewäh- 
rung einer ſolchen Zulage im Wege ſteht. Dieſer 8 2 lautet: 
„Neben dem feſten Dienſteinkommen dürfen nur einmalige 
außerordentliche Bewilligungen an einzelne Lehrer und Lehre- 
rinnen aus beſonderen Gründen erfolgen.“ Aus Rückſicht darauf 
haben die Charlottenburger Stadtverordneten den Magiſtrat 
erſucht, bei der Staatsregierung um Außerkraftſezung dieſes 
Paragraphen für die Dauer des Krieges nachzuſuchen..
	        

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