Full text: Die Lehrerin : Organ des Allgemeinen Deutschen Lehrerinnenvereins. Beiblatt A Nr. 1 - 30.1913/1914 (30)

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350. Jahrgang 
Beibl, A Ur. 1 
 
Die Lehrerin! * m 
Organ des Allgemeinen Deutſchen Lehrerinnenvereins 
Beiblatt der Sektion für höhere und mittlere Shulen und HKorreſpondenz- 
blatt des Verbandes akademiſch gebildeter und ſtudierender Lehrerinnen 
Herausgegeben von den Vorſtänden 
Redaktion: Marta Bandau in Berlin-Halenſee x x Verlag von B.G. Teubner in Leipzig und Berlin 
April 
 
 
 
Alle Manuſkriptſendungen für dieſes Beiblatt A ſind zu richten an Sräulein Marta Bandau, Berlin-Halenſee, Seeſener Straße 54. 
Unverlängt eingeſandte Manuſkripte können nur zurü&geſandt werden, wenn ausreichendes Rückporto beigefügt iſt. 
 
 
Verband3nachrichten: Abt. Breslau (Mitgliederverſammlung). -- 
Abt. Berlin (Nächſte Sißung; ProtofollauSzug,) «ee ib - S. 1 
Aus dem Zentralblatt 1913,2 u. 3: Nichtverſicherung3pflicht der 
ſtellvertretungsweiſe beſchäftigten Lehrkräfte an öffentlichen 
Schulen. -- Vereinbarung zwiſchen Preußen und der Freien 
und Hanſeſtadt Lübe> über die gegenſeitige Anerkennung von 
Lehrerinnenzeugniſſen. =- Vereinbarung zwiſchen Preußen und 
 
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dem Senat der Freien und Hanſeſtadt Bremen über die gegen- 
ſeitige Anerkennung von Lehrerinnenzeugniſſen . . . . - . S. 1 
Bericht über die 2. Hauptverſammlung des Preußiſchen Landes- 
vereins für das Höhere Mädchenſchulweſen, Halle a. S., 
26. März. . u ois ie eis irie io oe ir 0 m „? 
| | Mitteilungen „ „„„„.„.»-“»»„»»“»-"“"»“»*“»'""»»'"» „3 
Stellenvermittlung für akad. geb. Lehrerinnn . . . . . . . „4 
 
Verband akad. geb. und ſtud. Lehrerinnen. 
DÜDbtfeilung Breslau. 
Mitgliederverſammlung 
am Sonnabend, den 12. April 1913, 7?/, Uhr abends, 
in der Realſchule IV, Taſchenſtr. 26/28. 
Tage3s3ordnung: 
. Geſchäftliche Mitteilungen. 
. Wahl zweier Kaſſenprüferinnen. 
, Wahl der Delegierten zur Hauptverſammlung des A. D. L.-V. 
in Poſen. 
4. Mitteilungen über den bevorſtehenden oſtdeutſchen Frauen- 
kongreß und Wahl von Delegierten in das Lokalkomitee. 
5. Die Abt. Breölau möge ſi< dem Bund für Schulreform 
anſchließen. (Antrag von Frl. Oberlehrerin Seekel.) 
6. Bericht über die Tagung de38 Deutſchen Vereins für das 
höhere Mädc<henſchulweſen in Halle. (A. Schmitt.) 
A. Schmitt. 
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Abteilung Berlin. 
Nächſte Sitzung am Sonnabend, den 26. April 1913, 
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Mitgliederverſammlung vom 1. März 1913. 
Protokollauszug. 
1. Die erſte Vorſigende, Fräulein Bandau, macht einige 
geſchäftliche Mitteilungen. Der „Verband zur Förderung 
der hauswirtſchaftlihen Frauenarbeit“ will in Pyrmont ein 
Heim errichten. Dieſes will Mitglieder angeſchloſſener Ver- 
eine zu ermäßigten Preiſen aufnehmen. Die Verſammlung 
bej<ließt, den Verband zum Beitritt anzuregen. 
Die Anzahl der Delegierten für Poſen wird auf fünf 
ſeſtgeſest, die Wahl ſoll erſt Ende April erfolgen. 
2. Die Vorſitzende erteilt Frl. Dr. Profs das Wort zu ihren 
Ausführungen über „Fragen der modernen Schulhygiene“. 
Frl. Dr. Profs weiſt zunächſt auf die Schädigungen hin, 
Denen die Geſundheit der heranwachſenden weiblichen Jugend 
ausgeſeßt ſei. a) In der Schule. Die Klaſſen ſind oft zu 
Hein und überfüllt, nicht hell genug, die Bänke nicht paſ- 
jend, beſonders in Privatſchulen. Schon vom hygieniſchen Stand- 
punkt aus find die Privatſchulen zu unterſtüßen. b) Außer- 
halb der Schule. Die Mädchen werden zu Hauſe bei aller- 
hand Beſchäftigungen mehr feſtgehalten als die Knaben. 
Die männliche Jugend erhält außerdem no< eine gründ- 
liche Kräftigung während der Militärzeit. Aus alledem 
werden falſche Schlüſſe auf die körperliche Leiſtungs3fähigkeit 
des weiblichen Geſchle<ht38 gezogen. Die Tuberkuloſe unter 
den weiblichen Jugendlichen hat abgenommen, ſeitdem die 
 
Mädchen mehr zu Wanderungen und Jugendſpielen heran- 
gezogen werden. Der Sport in der großen Stadt wird zu 
jehr von äjthetiſchen ſtatt von hygieniſ<en Geſichtspunkten 
aus betrieben, 3. B. im EiSpalaſt, und bedeutet daher eine 
erneute Nervenanſpannung. 
Die Rednerin macht dann praktijche Vorſchläge zur Beſſe- 
rung der beſtehenden Schäden. Die Eltern müßten von den 
Lehrerinnen beeinflußt werden. Die Lehrerin muß ſich zu 
dieſem Zwe mit Bhyſiologie und Hygiene beſchäftigen. Die 
Lehrerin muß Hygiene leben, keine ſchlehte Luft dulden. 
Sine Perſon an der Schule müßte ſich um Hygiene kümmern 
und dafür eine gewiſſe Verantwortung übernehmen. Obli- 
gatoriſches Spielen an Nachmittagen ſei notwendig. E3 
werde da für die Mädchen von Behörden zu wenig bereit- 
geſtellt. Die Rednerin ſchlägt vor, wie es in Leipzig ge- 
Ichehe, Flugblätter für die Eltern drucken zu lajjen, die auf] 
den Nuten der körperlichen Übungen, wie Schwimmen, Tur- 
nen, und auf Frauenkleidung u. dgl. m. hinweiſen. 
Frl. Dr. Profe gibt noch einige Ratſ<läge über die Hy- 
giene des Entwicklungsalters und empfiehlt die Broſchüre : 
Ertüchtigung unſerer Frauen (50 Z). 
3. Nach Halle wird keine Delegierte entjandt. Die Mit- 
glieder, die an den Verſammlungen in Halle teilnehmen, 
werden aufgefordert, dort in dem Sinne der Abteilung Berlin 
gegen den vierten Weg zu ſprechen. 
4. Zwei Anträge von Frl. Treuge für die Generalver- 
ſammlung in Poſen werden angenommen. 
Einige Punkte der TagesSordnung müſjjen vertagt werden. 
J. V. der Schriftführerin: Selma Siebert. 
Aus dem Zentralblatt 1913, 2. 
Nichtverſicherungspfli<t der ſtellveriretungsweiſe 
beſchäftigten Lehrkräfte an öffentlihen Schulen, 
Berlin, den 16. Dezember 1912. 
Auf die Vorſtellung vom 29. November d. J3. erwidere 
ich dem Magiſtrat, daß ich der Auffaſſung des Direktoriums 
der Reich3verjicherungsanſtalt für Angeſtellte beitrete, wonach 
Lehrerinnen, die nach Ablegung der vorgeſchriebenen Prü- 
fungen an den dortigen öffentlichen Schulen (Volks-, 
mittleren und höheren Schulen) ſtellvertretung3weije gegen 
Entgelt beſchäftigt werden, nicht zu den im 810 Ab). 1 
Ziffer 1 des Verſicherungsgeſeßes für Angeſtellte vom 20. De- 
zember 1911 gedachten Lehrern und Erziehern, die für ihren 
Beruf ausgebildet werden, zu rechnen ſind. Die ſtellver- 
tretung3weiſe beſchäftigten Lehrkräfte ſind aber nach 8 9 des 
Geſetzes verſicßerungsfrei, ſofern ſie nach den beſtehenden An- 
| ſtellung3grundſäßen bei ſich bietender Gelegenheit in eine mit
	        

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