Full text: Die Lehrerin : Organ des Allgemeinen Deutschen Lehrerinnenvereins. Beiblatt A Nr. 1 - 36.1919/1920 (36)

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=7Die Lehrerin“ 
Organ des Allgemeinen Deutſchen Tehrerinnenvereins 
Beiblatt der Sektion für höhere und mittlere Schulen 
und Uorreſpondenzblatt des Verbandes akademiſch gebildeter Lehrerinnen 
Herausgegeben von den Vorſtänden 
Schriftleitung: Margarete Treuge in Hamburg x Verlag von B. G. Teubner in Leipzig und Berlin 
Alle Manuſkriptſendungen für dieſes Beiblatt A ſind zu richten an Fräulein Margarete Treuge, Hamburg, Yeinrich FHert-»Straße 45. 
Unverlangt eingeſandte Manuſkripte können nur zurü&geſandt werden, wenn ausreichendes Rückporto beigefügt iſt. anzeigenannahme: B.G.Teubner, BerlinW.10, 
 
 
 
 
 
 
 
Vervand akavemtich gebildeter Lehrerinnen: . Abteilung Breslau (Hauptverſammlung) . . . 6 u u + S. 2 
Stelienvermittlung. =- Poſtſchekono0. 5... u. -&. 1 | Zur Frage der Schulgemeinde und Elternräe , , ,. , . . + „ 3 
Zur Generalverſammlung des Allgemeinen Deutſchen Lehrerinnen- Höheres Mädchenbitldungsweien . . . . , , . . oo 0 an „38 
vereins Pfingſten 1919 in Hannovx us u + + + + „1 | Allgemeine Fragen des Unterrih8. . „u u, - „4“ 
Verband akademiſch gebildeter Lehrerinnen. Zur Generalverſammlung 
- &tellenvermittlung. des Allgemeinen Deutſchen Lehrerinnenvereins 
Die Stellenvermittlung für den Verband X mit derdes A.D.L-V. Pfingſten 1919 in Hannover, 
vereinigt. Alle Anfragen, Meldungen uſw ſind zu richten an die , 
3 ich Bei der Generalverſammung, die die Mitglieder de3 A. D. 
Bentralleitung der Stellenvermittlun , aue Tais 67 
des Allgemeinen Deutſchen Lehrerinnenvereins, L.-V. Pfingſten d. IJ. in Hannover vereinen ſjo.l, wird die 
Berlin W 62, gramm“ bilden, bas die grund-äßliche Gtellung unſerer Or- 
/ 2 7 
„ZS anreuther tr. 38, Gartenhaus pt. ganiſation zu den Fragen de3 Erziehung8- und Unterricht8- 
Roſiſcheffounto. weſens feſt:egen wird, die durch die Vorgänge der lehten Mo- 
1. Der Verband akad. geb. Lehrerinneu, Engerer | tate beſonders lebhaft von Fach- und Elternkreijſen, von 
(geſchäftsführender) Vorſtand. Poſtſche>konto Hannover | den Pariamenten. und der Preſſe behandelt wurden. Der 
7814, Frl. Dr. Heineken, Celle, Hannoverſche Str 12, I. A. D. 2.-V. betritt damit nicht neuen Boden, wil nur in 
2. Abteilung Berlin. Boſiſchekonto Berlin Nr. 208418, | organiſcher Weiterarbeit die Dinge zur Neiſe kommen laſjen, 
Trl. Marta Bandau, Berlin Halenſee, Seeſener Str. 54. | die in früheren Generaiverſammlungen, in der Einzelarbeit 
3, Abteilung Hamburg. Poſtſchekonty Nr. 15632 Amt | der Bereine und in ſeinen Fachorgan vorbereitet wurde. 
Altona (Elbe). Durch das Hauptblatt vom 8. Februar d. J. vielen Leſe» 
4. Abteilung Sachſen. Poſtſchefkonto Leipzig 30316, | rinnen bekannt geworden, jo.l das Programm auch an diejer 
Dresden-N., Kurfürſtenſtr. 1,11. Stelle allen Kolleginnen zugänzlich gemacht werden, da e3 
3. Sektion für höhere und mittlere Schulen. Voſt- | vorausſichtlich den Hauptgegenſtand der Beſprechung in den 
ſche>amt Cöln, Konto Nr. 24 861, Frl. Johanna Gott- Vereinsſißungen der kommenden Monate bilden wird. 
ichalf in Bonn, Rießſtr. 20. Die Schriftleitung. 
Sculpolitiſches Programm des Allgemeinen Deutſchen Lehrerinnenvereins. 
(Entwurſ.) 
Das deutſche Bildungs8weſen hat die Aufgabe, dem neuen deutſchen Volksſtaat die geiſtigen Grundlagen zu geben, 
durch welche die organiſche Entwicklung und die innere Feſtigkeit eines Kulturſtaates gewährleiſtet wird. Das Ztel der Schule 
iſt die Bildung der nationalen Kraft 
durch Entfaltung des Arbeitägeiſtes, der inneren Selbſtändigkeit und der Verantwortung dem Ganzen gegen- 
über bei allen Gliedern des Volkes, 
durch planvolle Erhebung aller Anlagen zu Fähigkeiten, die im Zuſammenwirken aller die ihnen gemäße 
Stelle finden, 
durch Erziehung zum praktiſchen Jdealizmus und zur Achtung vor dem Geiſt. 
Aus dieſem Ziel ergeben ſich Forderungen: 
I. an Organiſation und Auſbau des Bildungsweſens, | II. an den inneren Schulbetrieb, 
II. an Leitung und Verwaltung, IV. an die Lehrerſchaft. 
1. Organiſation und Aufban des Bildungsweſens. 
Das deutſche Bildung8weſen muß in nationaler, ſozialer und kultureller Hinſicht eine Einheit darſtellen, die jedoch 
weit und biegſam genug iſt, um bodenſtändige Kultur, Entfaltung ſchöpferiſcher pädagogiſcher Kräfte, Anpaſſung an ſoziale 
Bedingungen zu ermöglichen. | 
Dieſer Grundſaß umſchließt folgende Forderungen: 
1. Die Einheit des deutſchen Bildungsweſens ſei zum Ausdru> gebracht durch ein Reichösſ<hulgeſeß, das die dem 
bundesſtaatlichen Unterrichtsweſen gemeinſamen Grundlagen feſtlegt, aber in den entſcheidenden Abweichungen (z. B. Stellung 
zum ReligionSunterricht) und in der Organiſation der Verwaltung den Bundesſtaaten Freiheit läßt. 
2. Schule und ſoziale Erziehungsfürſorge müſſen mehr als bisher eine pädagogiIche Einheit bilden und organiſatoriſch 
verbunden werden. Die pädagogiſche Durchbildung der ſozialen Erziehungefürſorge (z. B. Kinderhorte, Fürſorge für gefährdete 
Kinder, Jugendgerichtshilfe uſw.) muß in enger Verbindung mit der Schule erfolgen. 
3. Die „Einheitsſchule'“ muß durch Schulgeldſreiheit und organiſchen Aufbaut der Bildungsſtufen bei gemeinſamem 
Unterbau (deſſen zwe>mäßige Dauer praktiſch erprobt werden muß) eine richtige Ausleje der Fähigen für die Yöhere Bildung 
gewährleiſten und den Aufſtieg der Tüchtigen ermöglichen, 
 

	        

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