Full text: Die Lehrerin : Organ des Allgemeinen Deutschen Lehrerinnenvereins. Beiblatt A Nr. 1 - 38.1921/1922 (38)

 
- 38. Jahrgang | 
Beiblatt 4 - 
= Ur, 1 
 
 
Organ des Allgemeinen Deutſch en Cehrerinnenve ereins 
Beiblatt der Sektion für höhere und mittlere Schulen 
und Korreſpondenzblatt des Derbandes akademiſch gebildeter Oehrerinnen 
Herausgegeben von den Vorſtänden | 
Sdhriftleitung: Margarete Treuge in Hamburg zx Verlag von B. G. Teubner in Leipzig und Berlin 
9. April 
1921 
 
 
 
| Alle manuſkripiſendungen für dieſes Beiblatt A ſind zu richten an Fräulein Margarete Treuge, Hamburg, HeinricH-Hert-Straße 37. 
Umvertangt eingeſandte Manuſkripte können nur zurüFgeſandt werden, wenn ausreichendes Rückporto beigefügtiſt. Anzeigenannahme: B.G.Teubner, Leipzig, Poſtſtr.3. 
 
 
Verbänd akademiſch gebildeter Qehrerinnen: 
Stellenvermittlung. -- Poſtſchekonto u. S. 1 
Abteilung Hamburg 
Aus den Vereinen: Verband der Qehrerinnen an den höheren 
Mädchenſchulen in Groß-Berlin und der Provinz Brandenburg „,, 
Verband akademiſch gebildeter Lehrerinnen. 
Stellenvermittlung. 
Die Stellenvermittlung für den Verband iſt mit der des A.D.L.-V. 
vereinigt. Alle Anfrägen, Meldungen uſw. ſind zu richten an die 
Zentralleitung der Stellenvermittlung 
des Allgemeinen Deutſchen Lehrerinnenvereins, 
Berlin W 62, 
Bayreuther Str. 38, Gartenhaus pt. 
Poſtſche>fkonto. 
: 14. Der Verband akad. geb. Lehrerinnen, Engerer (ge- 
ſchäft3führender) Vorſtand. Poſtſche>konto Breslau 27 007. 
Frl. Anna Schmitt, Bre5lau XT], Viktoriaſtraße 122. 
2. Abteilung Berlin: Schaßmeiſterin Dr. Felicia Diehl, 
Charlottenburg, Königin Eliſabethſtr. 54. Poſtſche>konto 
Berlin Rr. 77 283. 
3. Abteilung Bres8lau. Poſtſchefonto Bre8lau 30675, 
- . Frl. Agnes Haſſenpflug, Breslau I, Alexanderſtr. 38. 
4. Abteilung Hamburg, Altona (Elbe). Poſtiche>- 
. ämt Hamburg 11, Konto 15632. 
- 5. Abteilung Sachſen. Poſtſche>fonto Leipzig 30 316, 
- Dresden-N., Kurfürſtenſtr. 1,11. 
6. Sektion für höhere und mittlere Schulen. Poſt- 
ſc<e>amt Cöln, Konto 24 861. Frl. Johanna Gottſchalk 
in Bonn, Rießſtr. 20. 
7. Abteilung Frankfurt a. M. Poſtſhekkonto 46 009. 
Frl. Emma Welter, Frankfurt a. M. 
Dbtfeilung Bamburg. 
Mitgliederverſammlung 
Freitag, den 22. April 1921, abends 7 Uhr, 
in der Aula des Paulſenſtifts, Bülauftr. 
Tages8ordnung: 
4. Vön der Jugendfürſorge zur Jugendwohlfahrt. (Der Ent- 
wurf des Jugendwohlfahrt8geſeßes.) Frl. Marianne 
Embden. 
2. Vorbereitung zur Generalverſämmlung des A. D. L.-V. 
: in Haälle a. S., Pfingſten 1921. 
8. Mitteilungen. Der Vorſtand. 
-Aus den Vereinen. 
Verband der Lehrerinnen an den höheren Mädchenſchulen 
in Groß-Berlin und der Provinz Brandenburg. - 
Im Jamiar hatte der Verband zur 1. Provinzial: Verſamm: 
lung eingeläden, die unter reger Teiliahme am 29. Jan. iin 
ee. 70/7022 70202:.022.2 *: €€ € € 2 4 -. „ 1 ' 
 
 
| Miniſterialerlaß, betreffend häusliche Arbeiten . . . . . S.1 
| Der Beruf der Sozialbeamtin in ſeinex Wirkung auf die Ge- 
ſtaltung der höheren Mädchenbildung. . wu - „2? 
Schriftenſhau. .. uiii iii bb „3 
3 
Höheres Mädchenbildung8weſen. . uo uus u m .. „ 
Charlottenburger Rathauſe tagte. Über 100 Teilnehmerinnen 
aus 21 verſchiedenen Orten von Groß-Berlin und der Provinz 
Brandenburg waren erſchienen. Nach einer kurzen Begrüßung 
durch die 1. Vorſigende, Frl. Alwine Reinold, Charlottenburg, 
folgte ein Referat von Frl. Krang, Schöneberg: „Warum 
müſſen wir un3 zuſammenſchliezen?“ Daran ſchloß ſich eine 
lebhafte Ausſprache. Es wurde u. a. beſchloſſen, daß auch die 
Lehrerinnen an den Privatanſtalten in den Verband aufge- 
nommen werden ſollten. (Es folgte dann die Beratung der 
Sazungen, Vorſtand3wahl und Beſprechung der weiteren Arbeit. 
Nau Beendigung der Tage3ordnung folgte ein gemütliches 
Beiſammenſein im Ratskeller. 
E. von Loßberg, Schriftführerin des Verbandes, 
Stegliz, Grunewald-Straße 12. 
Miniſterialerlaß, betreſſend häusliche Arbeiten. 
Der Preußiſche Miniſter 
für Wiſſenſchaft, Kunſt und Berlin W8, 
Volksbi!dung. 
VILNr. 227 VILW. den 9, März 1921. 
Die Klagen wegen Überlaſtung der Schüler (innen) und des 
Elternhauſes mit häuslichen Arbeiten wollen nicht verſtum- 
men. Dieje Überlaſtung iſt zum Teil zurüczuführen auf das 
Beſtreben der Schule, nach den vielfachen Hemmungen der 
lekten Jahre die Klaſſen möglichſt bald auf den regelrechten 
Standpunkt zu bringen. So anerkennenswert dieſe3 Beſtreben 
auch iſt, ſo darf e3 doch nicht zu einer Überbürdung der Schü- 
ler (innen) führen. 
Es iſt darauf zu halten, daß in den unteren und mittleren 
Klaſſen keine häusliche Aufgabe geſtellt wird, die niht unmit- 
telbar aus dem im Klaſſenunterricht behandelten Stoffe her- 
vorgeht. Unter allen Umſtänden müſſen die häu3lichen Arbei- 
ten, die die Vorbereitung fremdſprachlicher Lehrſtoffe, die Lö- 
jung mathematiſcher Aufgaben, Überſezungen aus dem Deut- 
ſchen in die Fremdſprachen zum Gegenſtande haben, in den 
Klaſſen entſprechend vorbereitet werden. Ebenſo darf, wie dies 
für die höheren Mädchenſchulen ausdrüclich angeordnet iſt, 
die häu3liche Arbeit3zeit dur Anfertigung erd- und natur- 
kundlicher Zeichnungen nicht in Anſpruch genommen werden. 
Dem Elternhauſe ſollte keine Arbeit aufgebürdet verden, die 
Sache der Schule iſt. Sonſt wird nur ein ungeſunde3 Nach- 
| hilfeweſen gezüchtigt und die Freude an der Schule getrübt. 
Alle, die am Gedeihen der höheren Schule und der ihr anver- 
trauten Jugend mitarbeiten, ſollten helfen, daß dieſer uner- 
freuliche, vielfach beklagte Zuſtand aufhört, der die Quelle 
mancher Verſtimmung zwiſchen Elternhaus und Schule iſt. 
Weiterhin bedarf der geſamte Lernſtoff einer entſchiedenen, 
zielbewußten Beſchränkung und Verringerung. Wenn die
	        

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