Full text: Archiv der Erziehungskunde für Deutschland - 2.1792 (2)

4 1, Abgefordertes Gutachten über den Werth 
ſamt hd<oſt unvollkommen ausfallen müſſen, ſo 
lange wiy über jene Frage nicht vollſtändig beleh» 
ret ſind,“ 
Es iſt wahrlic< rührend für die ganze deutſche 
Nazion einen angeſehenen Staatsmann und mit 
ihm mehrere Fürſten unſers Vaterlandes ſo von 
dem Werthe der öffentlichen Stimme eines Bolkes 
über ſeine eigenen Angelegenheiten urtheilen zu hds 
ren. Wohl uns Deutſchen bei unſern Fürſten, 
die ſich weder mit einem halben Monde noc< mit 
dreifacher Krone geſchmüfte untrügliche Einſicht zu 
trauen, ſondern gleich einem Friedrich Wilhelm 
und ſeinem großen Kanzler Carmer die Stimme 
olley Bernünftigen über wichtige Anſtalten des 
Staates anzuhören wünſchen , überzeugt daß da- 
durch nothwendig vollfommenere Einſicht des 
Nuzlichen erzeugt werde, 
- Wir würden dieſes Glükkes nicht werth fepn, 
wenn uns eine ſolHde Aufforderung nicht bewegen 
könnte, unſere Gedanken über den Werth des 
neuen handveriſchen Katechismus mit aller Freis« 
müthigkeit und Wahrheitsliebe zu erdfnen. Um 
dies aber mit derjenigen Gründlichkeit thun zu köns 
nen, die dieſes wichtigen Gegenſtandes würdig iſt; 
und um unſere Leſer zugleich in den Stand zu ſez» 
„zen, unſer Urtheil über denſelben mit allen Haupt» 
gründen einſehen zu können 2 iſt es durchaus noth»- 
wendig, als eine Vorbereitung zu demſelben die 
Erodrterung einiger Fragen voraus zu ſchikken , die 
uns die dazu ndöthigen Grundſäzze zu enthalten 
ſcheinen. 
Hiers
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.