Full text: Mitteilungen des Vereins der Freunde Wissenschaftlicher Pädagogik in Thüringen und Franken - 59.1923 (59)

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kratische Mittel, vor allem in und durch im Voraus fest- 
gelegte Organisgationen. 
3. Sie 8061 Unterrichtsanstalt; denn mit ausgeklügelten 
Methoden vermittle Sie aus allen Hauptgebieten der Wissen- 
Schaſten Kenntnisse, im besten Falle Erkenntnisse, ohne 
nach den wahren Bedürfnisgen der Schüler zu fragen, 
Das Ziel der Gemeinschaftsschulen Sei eine neue natür- 
liche Form der Schule und des menschlichen Gemein- 
Schaftslebens überhaupt. Daraus ergeben gich in der 
Hauptsache folgende Unterziele: 
1. Erziehung mügse werden ein Wachsen des Menschen 
um Seinen Seelischen Kern auf Grund der gesamten Lebens- 
umstände. 
9. Kultur müsse ein freiwilliges, natürliches Zusgammen- 
wachsen auf Grund gemeingamer äußerer und innerer Be- 
dürfnisse Sein. | 
3. Die Schule müsse ein Organismus Sein, der Eltern, 
Kinder und Lehrer zu einer lebensvollen Gemeinsgchaft 
eint, die dem Hinzelnen das Recht der Entfaltung seines 
Wegens nach geiner Veranlagung und den gemeingamen 
Bedürfnisgen gewährleistet. 
Die Voraussetzung zur Verwirklichung dieger Ziele 
Sei, daß die Schule von den bisSherigen Formen losgoelöst 
wird. Zu begeitigen Sind insbegondere die Einrichtung 
von Bezirksschulen, die heterogene Zusammensgetzung des 
Lehrerkollegiums, der Lehrplan und der Stundenplan. 
Dafür müggen als Grundrechte Sicher gestellt werden: 
1. Das Recht der Eltern, gich für ihre Kinder die 
Schule frei zu wählen. 
2. Das Recht der Wahl des Lehrkörpers durch Kol- 
legium und KElternsgchaft. 
3. Das Recht der Freiheit des Lehrers von jedem Lehr- 
Plan und Stundenplan, um Sich ungehemmt den gesamten 
Lebengumständen und den jeweiligen Bedürfniaen der 
Schüler anschließen zu können. --- 
 
 
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Druck von Hermann Beyer & Söhne (Beyer & Mann mn Langensa1za,
	        

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