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1844
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Geſchi<tsfkalender.
S. 1100,
ihres Beſtehens, Leipzig, 1841,
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Claus Rixen, Schullehrer im adeligen Gute Knoop,
im Herzogthume Schleswig. Geboren den 14. Febr. 1764,
geſt. den 20, Nov, 1843,
Dieſer rühmlichſt bekannte Schriftſteller und Shulmann
war ein Holſteiner von Geburt. Zm Dorfe Bötel bei
Nortorf erblite er das Lit der Welt. Von unbemittel-
ten Aeltern geboren, genoß er keinen geiſtbildenden Jugend-
unterricht und mußte als Knabe öfters Schafe hüten, bei
welchem Geſchäffte er ſim die Zeit vertrieb mit Leſen der
Aeſopiſhen Fabeln. Schon in ſeinem 14. Jahre fing er
an, Kinder zu unterrichten. Jm Gute Hanerau ward er
im Jahre 1778 Scullehrer zu Steinfeld und verblieb da
bis Oſtern 1781, Hierauf war er Hauslehrex im Dith-
marſchen , herna< Gehülfe an der Schule in Bowenau und
ward 17384 Seminariſt in Kiel, Als ein wißbegieriger
und mit ausgezeichneten Anlagen des Geiſtes begabter Jüng-
ling wird er den Unterricht der Seminarlehrer, und bejon-
ders des berühmten Müller, nicht ohne Gewinn für Kopf
und Herz genoſſen haben. Er zeichnete ſich ſo vortheilhaft
aus, daß er ſchon nac) Verlauf des erſien Seminarjahres
zum Organiſten und Schullehrer in Großen - Flintbe>,
Amts Bordesholm , ernannt wurde. Hier lebte und wirkte
er nur einige Jahrez hier fing er ſchon an zu ſchriftſiel-
lern , faßte die Jdee zu einer Dorfbibliothek und gründete
zu deren Ausführung eine Leſegeſellſc<aft unter den Dorf-
leuten. Seit 1787 finden wir ihn im Gute Knoop ange-
fiellt, Er hat in ſeinem Alter zweimal jubilirt. Sein
50 jähriges Jubiläum iſt beſchrieben in der Carſtem'ſchen
Zeitſchrift (gefeiert am 22. October 1828) und ſein 60 jäh-
riges in der A. S. Z. vom 28. Januar 1840. Von der
patriotiſchen Geſellſchaft in Altona iſt ihm vor etwa 20
Jahren die Verdienſtmedaille zu Theil geworden. Es gab
eine Zeit, da ſein Name in vielen Zeitſchriften glänzte ,
und im Anfange dieſes Jahrhunderts gehörten ſeine Auf-
ſätze in den hieſigen Staats - und landwirthſchaftlichen
Schriften zu den beliebten und gern geleſenen. Er war
beſtändiger Mitarbeiter an den Niemann'ſhen Provinzial-
berichten. Was Rixen drucken ließ, das mochten Landleute
leſen, das konnte Jedermann faſſen und verſtehen, denn
ſein Styl war einfach und edel. Noch bis in ſein leßtes
Lebensjahr haben wir Mittheilungen von ihm in einer Kie-
ler landwirthſchaftlichen Zeitung, die von Neergaard redi-
girt wird, Ueberhaupt befaß der Verſtorbene die beſondere
16. April. 1842. Feier des 50 jährigen Jubetfeſtes der Rathfreiſchule zu Leipzig. Bergl. A. S. 3. 1842
Ueber Entſtehen und Gedeihen dieſer Anſtalt vergl, I. Ch, Dolz : die Rathsfreiſchule in Leipzig , während der erſten 50 Jahre
Gabe , mit Menſchen aus allen Ständen leicht ſi< zu unter-
halten. Mit dem Bauer ſprach er über die Landwirthſchaft,
mit dem Apotheker über die Chemie , mit dem Collegen über
Schulſachen und verſtand ſo Allen Alles zu ſein. Immer
waren ſeine Geſpräche für junge Leute anregend und be=
lehrend, Zur Zeit der Verbreitung des Mergelns war er
es hier zu Lande, der das Verdienſt ſich erwarb, ein eifri-
ger Beförderer dieſes landwirthſchaftlihen Geſchäffts zu
ſein. In den Sommerſchulferien bereiſte er die däniſchen
Inſeln und Meklenburg, um größere und kleinere Landleute
auf dieſes Mittel zur Hebung der Acercultur aufmerkſam
zu machen. Auch hat er Manches hierüber geſchrieben.
Mit dem waeren Thäer , der ihn ſogar hier in Knoop be-
ſuchte, ſtand er in langjähriger Verbindung , und von ihm
ſoll er auß einen Ruf, in's Ausland zu gehen , gehabt
haben, den er aber aus Liebe zum Sculfac<he ablehnte.
Denn ſobald ver Herbſt kam und die Schule ſich füllte, ſo
war Rixen auch in den rüſtigen, kraftvollen Jahren der
Mann an ſeinem Plaße, der Schullehrer, wie er ſein ſoll.
Den Unterricht ſuchte er ſtets für's Leben fruchtbringend zu
machen, überhaupt auf den Verſtand zu wirken , und hatte
deßhalb von jeher die Idee, daß die Landſchule auch be-
ſtändig eine landwirthſ<haftliche und induſtrielle Schule ſein
müſſe. Ueber Induſtrie hat er Mehreres geſchrieben und
viele Verſuche in dieſer Hinſicht gemac<ht. Pädagogiſches
aus ſeiner Feder findet ſich Einiges in Carſtens Zeitſchrift
für das praktiſche Volksſchulweſen, an der er eifrigen Antheil
nahm, Als er auf der Höhe des Alters ſtand und eine
kleine Schaar eigener Kinder ihn umringte , begeiſterte ihn
ein großer Gedanke, Er entwarf nämlich den Plan zu
einer Schullehrerwaiſenkaſſe, berief mehrere Collegen
zuſammen aus nächſter Umgegend und ſtiftete wirklich eine
ſolche , die aber leider aus Mangel allgemeiner Theilnahme
wieder einging.
So hat denn der verſtorbene edle Rixen ſich in Vielem
verſucht und in Vielem etwas geleiſtet. Er hat manchen
guten Samen ausgeſtreut und zum Wachſen gebracht; er
hat manchen Baum gepflanzt und veredeltz mehrere Gene-
rationen ſind um ihn aufgewachſen , deren Leiter und Füh-
rer zum Guten, zum Fleiße und zur Tugend er war. Jeßt
ruht er von ſeiner Arbeit! Möge die Erde ihm leicht ſein!
Er wurde begraben auf dem Kir<hofe zu Däniſchenhagen
den 22. November 1843. Ein zahlreiches Gefolge beglei-
tete ſeine ſterblichen Ueberreſte bis zu ihrer Ruheſiätte , wo
der Ortsgeifiliche , Paſtor Haſſelmann , Worte der Weihe