Full text: Zeitschrift für pädagogische Psychologie und Jugendkunde - 7.1905 (7)

Zeitschriſft 
dagogische PSychologie, 
Pathologie und Hygiene. 
Herausgegeben 
  
von 
Ferdinand Kemgies und Leo Hirschlaffi. 
 
Jahrgang VII. Berlin, November 1905. Heit 4, 
Moritz Hill 
in Seinem Leben und Schaffen. 
Kin Erinnerungsblatt zu Seinem 100jährigen Geburtstage. 
Von 
Emil Reuschert. 
Am 8. Dezember waren es hundert Jahre, dass Moritz Hill 
geboren wurde. Wer war Hill? Die grosse Welt kennt ihn nicht: 
denn das Werk, dem er diente, gehört nicht auf den öffentlichen 
Markt des Lebens. Es gedeiht am besten in der dtille. -- Seine 
* mühevolle Arbeit galt den Taubstummen, „den Stiefkindern der 
Vorgehung“, die auf der Schattengeite des Lebens geboren sind, 
oder denen in früber Jugend ein hartes Schicksal durch Krankheit 
oder Unfall einen ihrer edelsten Sinne, das Gehör, geraubt hat. 
Mit diesgem ist ihnen zugleich die vornehmste Gabe des MensSchen, 
die Sprache, versagt, die erst im Umgang die Brücke von Kopi 
zu Kopti und von Seele zu veele schlägt und das geistige Band 
abgibt, das die Menschheit umschlingt. 
Die erbarmende Nächstenliebe hat Sich aber auch diegen 
„ Waigen der Natur“ zugewandt, um ihre Schlummernden geistigen 
Kräfte zur Entialtung zu bringen, und Hill war es vergönnt, 
Zeitschrift für pädagogische Psychologie, Pathologie und Hygiene. 3
	        

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