Full text: Zeitschrift für pädagogische Psychologie und Jugendkunde - 19.1918 (19)

X. 
Probleme und Apparate zur experimentellen Pädagogik "417 
 
Mo3tronompendels in die der Höhe nach verstellbaren Quecksilbarnäpfe Q, Man 
kann also nebzn den gewöhnlichen M»tronomschlägen auch elektrische Kontakte 
auslögen und dadurch z. B. eine Zeitmarke auf einem 
Ühronographen schreibon lassen. 
Man achte darauf, daß da3 Metronom nicht schräg 
gteht und achte auf die Einstellung der Stifte und Queck- 
gilb3rnäpfe. Nur 80 erhält man gleichmäßige Schläge und 
Kontakte. 
Daz Motronom steht an Genauigkeit hinter Pendel == 
und Chronometer zurück; die Schwingungen 8ind nieht pe , 7. 
30 regelmäßig und werden allmählich langsamer. / v=“ 
Signal- Uhr nach Fischer (M2chaniker Sendtner, Müin- TD CTI 
ohen). Wecker-Ühr, die alle Minuten ein Glockenzeichen 
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Läßt man 2. B. bzi längeren Arb3ziten b31 Jedem Klingelzeichen einen Strich 
oder ein Sonstiges Zaichen in da3 Hoft, in da3 geschrieb2n wird, machen, 80 kann 
man verfolgen, wieviel Jeder einzelne in Jeder Minute geleistet hat. 
Schwingende Feder von 20 Schwingungen in der Sekunde (Mechani- 
ker Patzold, Loipzig), zur direkten Schreibung eimer Zoitmarke auf dem Kymo- 
graphion. Die Feder wird mechanisch angeregt und Schwingt daher nur kurze 
Zait, reicht abzr für Reaktionsverguche (z. B. mittels des Schulzeschben Feder- 
kymographions) aus. 
 
 
 
 
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Zur Frage der Vertrefung der Pädagogik an der Univergität. 
Von Max Brahn. 
Über die Frage, ob Profeszuren der Pädagogik an den Univergitäten zu 
grrichten gind, gollte eine Aussprache nicht mehr nötig gein. In keiner Be- 
ziehung hat die Pädagogik einen Anlaß, gich hinter die anderen Geistegwisgen- 
Schaften zu stellen, und wenn ihre Methoden noch nicht 80 entwickelt gind, 
'S0 kann darin kein grundsätzlicher Einwand liegen. Auch darüber, ob es 
Sich mehr um geschichtlich-Systematische oder um psychologisch-empirische 
Professuren handeln gollte, dürften die Akten wohl gegchlosgen gein. Es 
haben Sich 80 viel Stimmen daiür erhoben, daß beide Richtungen nötig gind, 
daß zwisSchen den beiden durchaus kein unavuflöglicher Streit herrscht und 
daß es schließlich immer nur darauf ankommt, die richtigen Persönlichkeiten 
zu bekommen, um das Studium der Pädagogik fruchtbar zu machen. Sowohl 
die Dozenten wie die Studenten gind in ihrer Anlage darin grundvergchieden: 
die Einstellung auf die pädagogischen Fragen ist bei dem einen mehr von 
gewisgen Idealen, bei dem andern mehr von Tatsachen bestimmt, und jede 
Richtung muß zu ihrer Vertretung kommen, gehon damit den vergehiedenen 
Schülertypen Recht geschieht. Die Personenfrage kann unmöglich als ernsteg 
Hindernis gelten. Nimmt man die beiden Richtungen zusammen, 80 dürften 
Sich Schon heute genügende Kräfte finden; Sonst aber werden S8ie eben all- 
Zeitsehrift f. pädagog Psychologie 27 
Ar. tf: 
Ns. t2
	        

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