Full text: Bodenreform - 41.1930 (41)

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+ + Frei Land 4 4 
 
Deutſche Volksſtimme Leitung: Adolf Damaſchke 
 
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| Berlag Bodenreform 8. m. b. H., Berlin NW 87, Leſſingſtraße 11, Fernfpreher : Moabit 1431 
Bezug dur< jedes Joſtamt vierkeljährlid< 1,80 Mark, bei direkter Sendung unter 
41. Jahrgang. Nr. 2 j Kreuzband 2.= Mi. Poſtſ<eckkonto Berlin NW 7, Nr. 79023 Bodenreform G. m. b. H. 12. Januar 1930 
' Poſt-Berſandork: Potksdam. 
 
 
 
 
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Inhalt: 4010 Millionen Goldmark. = Bereinigung fraöiſcher Grundbeſitzer am | 14 ....5 - . > 
Rhein. = Bom „Bodelſchwinghſchen Lehmbau.“ = Aus der Begrindung zum erfien Sozial= H von Handwerkern errichtet, darunter 19 von Maurern. 
verſihcrungs-Geſ: entwurf. -- Adolf Erman. Von der Zotdes Alkobolismus. -- In- we „ehmbau kommt nur für Einfamilienhäuſer in Be- 
duſtrie und Wohnheimſiät?engeſctz. == Der Weg der Re imſtätte in Pommern. -- | tracht. Die T ":; NI 357 - - . - 
Arbeitsdienſtpfliht und Finanzreforwrr. - Der Natuſchuß als Bundesge- einen Be I 5 reunde eieſes Ber) uches vaden in Herford 
noſſe. = Zwieſpruc<h. = Unſer Schrifttum, WoC 14 SH „Deima h 'N% EE er Al5 vor geinlgeil 
== == . . = = “| Woßen 14 Herren aus Remſchei ieje Kolonie beſich= 
4000 Millionen Goldmart haben wirallein 1927 für tigien, erklärte G. v. Bodelſchwin 9: 
ErnährungszweFe ins Auslaund geben müſſen. Dieſe „Ih kann mirfeinen Oberbürgermeiſter 
Nahrungsmitteleinſuhr bedeutet praktiſch ine „riejenhafte denken, der nicht Bodenre former iſt! Unſer 
Ausſperrung Ieutſher Arbeitskraſt. Ma jc<cäßt: Eins Bater hat uns Zun gen gelehrt: Bodenres- 
Sinfuhr von je 2000 bis 4000 Goldmark hjalte: im Jahr form iſt das Erſtel“ ( » 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
2iue deutiche Arbeitskraft aus dem produtiven Arbeits- So wollen au<H wir denn in treuer Kameradſc<haf 
H . LE - „. „So wollen ' adjchaft 
prozeß aus, madht jie entbehrlich und überatwortet ſie der ſtändig über dieſe wertvolle Bionierarbeit des Hochge 
Erwerbslofenfürſorge. . . . ſinnten Geiſtlißen an dieſer Stelle berichten! 
Dur<h die Einfuhr von entbehrlichen Nhrungsmittzln | ß | | | | 
ſezen wir alljährlih 2twa 1200060 audändiſ<e Ar= | Bodenreformehrung in Wittenberg. Nun dat auch 
beitäkräfte in Nahrung, alſo mehr als im igenen Lande | die alte Zutherſtadt Wittenberg eine Damaſchfeſtraße! Es 
dur< Erwerbsloſigfeit brotio8 find! Unr den Nah- | it eine Freude, Durch dieje Heimitäitenſtraße zu gehen und 
rungsmitteln, die wir vom Ausland z2infhren, ſpielen die „Heimſtätter“ kennen zu lernen! 
eine beſondere Rolle: Gemüſe, Obſt, Cier, Milch, alles Aus der Vegründung zum erſten Syzialverſicherungs: 
Produkte, vel<ße gerade -n der Kleinwitſc<<haft be-| Geſezentwurf (ſiehe Ulfred Mane35, Svozialverſicherunc 
ſonders gewonnen werden. Cs iſt kein zweiſel, daß |-- Sammlung Göſchen -- S. Aufl., S. 8*.): „Daß der 
ieder Heimſtättengarten auf dieſemvöebiet einen | Staat ſich in höherem Maße als bisher ſeiner hilfsbe- 
weſentliczen Fortſchritt bedeutet! | dürftigen Mitglieder annehme, iſt nicht bloß eine Bflich | 
Die „Vereinigung franzöſiſcher Örurbeſiter am ider Sumanität und des Chriſtentums, vor 
Rhein E. V. Wiesbaden“ ladei im „Wiesbener Tage= | welßem die ſtaatilihen Einrichtungen durchdrungen ſein 
blatt“ vom 30. 12. zu einer Generalverjamlung ein. | ſollen, jondern auch eine Aufgabe ſtaatS5erhaltender 
Dieſe Anzeige we>t manherlei Gedanken. Wäre einz | Politik, welche das Ziel zu verfolgen hat, auch in den 
jol<e Vereinigung möglich geweſen, wenn ſer Wohn= | beſitßloſen Klaſſen der Bevölkerung, welche zugleich 
heimſtäitengeſeß Ien Gemeinden ein VorkaSrecht, bei Die zahlreihſten und am wenigſten unter: 
ſ|hwerem Wohnunsg33- oder Kleingarienmangteine VoIr= richteten jind, die Anſ>auung zu pflegen, daß Det 
faufS pflicht auferlegt hätte? Wäre 23 üfli< nicht Staat nicht bloß eine notwendige, jondern aude 
für Stadt und Land endlich an der Zeit, unjerl. Gebot“ eine wohltätige Einrietung jei. Zu dem Ende 
zu erfüllen, „eine Auſnahme über die Berilung des | müſſen ſie dur<g erkennbare direkte Vorteile, welche 
&igentun5re<ßts am deutſchen Boden“? Durdie Preſſe | ihnen dur<ß geſetßgeberiſ>e Maßregeln zuteil wer: 
geht die Nachricht, daß ſich 23 %% des Berlir BodensS | den, dahin geführt werden, ven Staat nicht als eine le - 
in ausländiſ<en Händen befindet. Wer wilaber hier | digli<h zum Schutze der beſſer ſituierten 
Zahlen nennen, jolange die Form der „G.mH.“, der | Klaſſen der Geſellſchaft erfundene, ſondern als eine auch 
„A.-G.“ eine klare Aufnahme verhindert? 3ſt ſolche | ihren Bedürfniſſen und Intereſſen dienende Inſtitution 
Aufnahme aber nicht von höchſter Bedeutung, B. auch | aufzufaſſen. 
über die Wirkung jeder Wietsſteigerung? an ver»=| Das Bedenken, daß in die Geſetzgebung, wenn ſie 
geſſe nißt: 10% Steigerung der Friedensmie. bedeutet | dieſes Ziel verfolge, ein ſpzialitiſches Element eingeführ! 
eine jährliche Mehrausgabe der deutſ<2zn Nter, daZ3 | werde, darf von der Betretung dieſes Weges nicht ab- 
iſt die große Mehrheit unſeres Bolkes -- von ndeſtens | halten. Soweit dies wirklich der Fall, handelt e8 ſich 
500 Millionen Mark! Welche Bedeutung hätiS, wenn | niht um etwas ganz Neues, ſondern nur um eine 
auch eine ſolHe Erhöhung zu einem weſentliG«Teil in | Weiterentwilung der aus der <riſtlißen Geſittung er- 
die Taſchen des Auzlandskapitalz flöſje? wachſenen modernen Staatsidee, naß welcher dem Staate 
Warum ſträuben ſic die Gegner gegen eiſo ein= neben der defenſiven, auf den Schutz beſtehender Rete 
face Forderung, wie die einer Landeigentümer=mahme, abzielenden, au?) die Aufgabe obliegt, durc? zwe- 
wie ſie unſer „1. Gebot“ als Grundlage aller *tſhHaft- | mäßige Einrichtungen und dur; Verwendung der zu 
lichen Maßnahmen fordert? | einer Verfügung ſtehenden Mittel der G ef amtheit 
Vom „Bodelſchwingh 'ſhen Lehmbau“. PaſtiGuſtav | 725 Dodtergehen atter jeiner Mitglieder und na- 
von en DED ein Sohn „Vater Bodelt>nghs“, nw wacen und hilfsbedürftigenpo- 
De tlie dur Subibile M eLe8 Sous puoute Könnte man nicht dieſe. Begründung Wort. für Wor! 
i. Weſtf. und zwar aus Lehm in Anlehung an afiniſche anferm „+ wndeimſtättengeſeß geben? Namentlich dem 
Praxis. Im nächſten Jahr bauten ſich 4 Zigarrerbeiter | 7? 1 eingeführt würde “0 amit ein „ſozialiſtiſc<es Ele 
in Selbſthilfe je ein ſolhe3 Lehm-Cigenhm -- Sel | . 
heut ſtehen 223 ſol<er Lehmhäuſer! > ſind Adolf Erman, der berühmte Berliner Aegypthologe 
bei guter Ausführung 2000 Mk. billiger als e gleich | und Bruder unſeres Heinri<h Erman, hat vor kurzem 
großes Ziegelhau8! Die Haupturſache dafür iſt DMög= ein Werk herausgegeben: „Mein Werden und mein 
lichkeit erweiterter Selbſthilfe und daß der Leliedler | Wirken. Erinnerungen eine3 alten Berliner Gelehrten“. 
nicht ein „ſc<lüſſelfertiges“ Haus erhält, ſondg.r ein | (1929, Verlag von Quelle und Meyer, Leipzig.) In dem 
„Peziehbares“ Haus! Von den 223 Lehmhäuſt find 'Tainen"-Brein leſen wir u. a.: 
i1/ 5 4. JAN 195 
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