Full text: Bodenreform - 50.1939 (50)

 
Bodenreform 
Ausgabe B 
Frei Land 
Deutſche Velksſtimme 
Gründer: Adolf Damaſchke 
 
Bodenreform Berlag Damaſchke KG, Berlin NW 87, Leſſingſtraße 11 / Fernſprecher 39 14 51 
50. Jahrgang Nr. 15 
Kreuzband 2 RM. 
Bezug durch jedes Poſiamt vierteljährlich 1,80 RM, bet direkter Sendung unier 
/ Poſtſcheekkonto Berlina Nr, 79025 Bodenreform Verlag Damaſchke KV. 
23. April 1939 
Poſt-Berfandort: PotsLdam 
um 50. Geburtstag des Führers 
Zum Geburtstag öes Führers gedenken Bodenreformer ſeines 
Wortes: 
„haltet das Reich nie für geſihert, wenn es nicht auf Jahr- 
hunderte hinaus jedem Sproſſen unſeres Volkes ſein eigenes 
Stü> Boden zu geben vermag. Vergeßt nie, daß das heiligſte 
RehHt auf dieſer Welt das ReHt auf Erde iſt, 
die man ſelbſt 
bebauen will, und das heiligſte Opfer das Slut, das man für 
dieſe Erde vergießt." 
Das ganze deutſche Volk, ſo wie es der Führer will, in ſeinem 
Heimatboden zu verwurzeln, iſt das höhſte Ziel der deutſchen 
Bodenreformbewegung. 
 
Baunbet<hräntung für Bodenſchätze 
Die vollſtandige Erfaſſung der im deutichen 
Raum vorkommenden mineralitchen Bodenſchäte 
gehort mit zu den dringlichſten Aufgaben, die 
der Bierjahresplan ſtellt. Es mußte deshalb Bor- 
jo1ge Jetroffen werden, daß die Gewinnung Der 
Bodenſchätze nicht dur< eine volkswirtſhaftlich 
unvertretbare Bebauung der Erdoberfläche ver= 
Dindert oder unnötig erſmwert wird, 
Dieſem Zweske dient eime Verordnung des 
Reichsarbeitsminiſter85 über Baubeſchränz 
fungen zur Sih<herung der Gewinnung von 
Bodenit<Hhätßten, Sie ſieht vor, daßz die höhere 
Berwaltungsbehörde mit Genehmigung des 
Reichsarbeitsminiſters vder diefer ſelbſt im Cunz 
vernehmen mit den beteiligten Reichsminiſtern 
die für bergbaulicle Maßnahmen in Betracht 
kommenden Flächen den Borſchriften der Berord= 
nung unterſtellen kann. Die Anordnung hat zur 
Folge, daß auf den geſhüßten „Flächen die AuSs= 
ührung genchmigungspfliätiger Bauvorhaben 
unterfagt werden kann, fofern ſie die geplanten 
bergbaulihen Maßnahmen erſhweren oder unz 
möglich machen würden. Von dem Bauverbot ſoll 
nur aus wirklich zwingenden Gründen und unter 
eingehender Würdigung der geſamten wirtſchaft- 
lichen Berhältniſje der Beteiligten Gebrauch g942= 
macht werden. Bauvorhaben, die der landwirt= 
ſchaftlichen Erzeugung dienen, bleiben in jedem 
Fall unberührt. Kommt es zu einer Bauver= 
jagung, ſo wird angemeſſene Entſ<ädi= 
gung gewährt, wenn dur< die Baubeſjhränkung 
ein beſtehender Wirtſchaftsbetrieb unwirtic<aftlid) 
wird oder eine nicht zumutbare Härte entſteht. 
Über Borausſezungen und Umfang der Ent=- 
ſ<ädigungspflicht entſcheidet in eriter Inſtanz die 
höhere Berwaltungsbehörde, in leßter Inſtanz der 
Reichsarbeitsminiſter gemeinſam mit dem Reichs- 
wirtſchaft8miniſter. Zur Entſchädigung jind dic- 
jenigen Bergwerksunternehmen verpflichtet, denen 
die Unterſhußſtellung zugute kommt. 
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Beſchaffung von Bauland 
„Orundſäßtzliches 
Wohnungs- und St1tevlungspolitik“ 
iſt der Titel eines Buches von Dr. E€. Knoll1, 
Miunitterialdirektor im Reichsarbeitgmimiterium. 
Das jJvpeben erichienen iſt.*) „GewiDmet dem 
Gedanken eimer unjeren nationalen Bedürfnitien 
angepazten Bodenreform“ ſteht auf der 
Rücteite Des Titelblattes. Widmung und Titel 
zuſammen kennzeichnen das Werk: Cs iſt cin 
Bu<h über die BVodenreform, joweit ſte 
mit dem Wohnungs» und &Siedlungsweien ZU= 
jammenhängt, und wir dürfen hinzufügen: es 
iſt das umfatſendjte, gründlichſte, bejte Buch über 
die Bodenreform, das ſeit Adolf Damaſchkes To»2 
erſhienen iſt; es iſt gewiſſermaßen eine Ergän= 
zung 3zU Damaſhkes BProgrammſ<hrift „Dic 
Bodenreform, Grundſäßliches und Geſchichtliches 
zur Crkenninis und Überwindung der ſozialen 
Not“, eine Fortführung der Gedanken dieſer 
Programmij<rift, deren letzte, 209. Auflage im 
Jahre 1923 erſchienen iſt, bis zur Gegenwart. 
Dabei iſt niht unwichtig, daß es mit dem Impr1i= 
matur der Barteiamtlichen Prüfungskommijſſion 
zum Schuße des NS-Scrifttums verſehen iſt 
und in der NS-=Bibliographie geführt wird. 
Wie Damaſchkes Programmf<h<rift aus «mer 
Reihe von Vorträgen herausgewachſen iſt, ſo iſt 
?)d Grundſäßzliches zur deutſ<en Woh» 
nungss und Gtiedlungspolitif von Dr. 
E. Knoll, Miniſterialdirektor im Rewrchsarbeits= 
miniſterium. Heft 28 der Handbüchcerei des Wohnungs- 
und GSiedlungswefens. 1939, Berlagsgeſellſchaft 
Rudolf Müller, Eberswalde, Berlin, Leipzig C1. -- 
2911 Seiten, Preis broichiert 4,60 2.4. 
Das Buch wird gegen Einjendung von 4,60 F.kK 
an die Bodenreform G.m.b.H., Berlin NW 587, 
PoſtſHhe>kfonto Berlin 790 25, poſtfrei zugeſandt, 
ZUr Deutichen 
414
	        

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