Full text: Der Volksschullehrer - 7.1913 (7)

ſtandes 5 ausgeführt und bietet in bunter-Reihenfolge „ernſt e 
Heitere und k omiſ < e Kunſt“. 
Mitwirkende: 
Gemiſchter Chor, gebildet aus dem Scüler<or des Herrn 
Berk und Herren des Vereins. . 
Künſtler- Streiä quartett, beſtehend aus den Damen Frl. 
Spiller und Frl. Splittegarb und den Herren Mehnert 
und Limpredt. 
Das Programm umfaßt Knaben<öre, ein Geigen: und ein Cellv- 
ſolo, Geſangvorträge der Herren Bert, Schröter. und 
Maaßen, gemeinſc<aftliche Lieder, Deklamationen, Lebende 
Bilder Bänkelſänger, Opernparodie uſw. 
Näheres beſagt das Programm. 
B. Sountag den 27. Fuli: 
1. Morgens 10% Uhr: Bertreterverfſammlung. -- An der 
Vertreterverſammlung können auc< diejenigen Vereinsmit- 
glieder, die nicht Vertreter ſind, teilnehmen, ſie haben jedoch 
fein Stimmrecht. 
. - - Tagezordnung: 
. Jahresbericht. | 
. Käſſenberi<t. Wahl der Reviſoren für 1913. 
. Ergänzungswahl des Borſtandes ; die Herren Gair, 
Derix und Dreyer ſcheiden aus. 
. Rechtsſhußkommiſſion. 
. Anträge (f. u.). 
. Verſchiedenes. 
Vorliegende Antr äge: 
1. Die Vertreterverſammlung möge den Zuſammenſc<luß 
einzelner Drt8gruppen zu Gauverbänden veranlaſſen. Dieſe 
ſollen ſich an die beſtehenden Gauverbände anderer Vereine 
„anlehnen und durch ihre Delegierten bei allen Tagungen 
der leßteren vertreten ſein. 
. Der D. 
Abel, 
GO BW iI 
iD 
Der Behandlung der Prüfungs-, Reviſions- und Perſonal- 
akten. Zu fordern ſei : 
a) Reviſions und Prüfungsberichte ſind zur perſönlichen 
..«< Aeußerung vorzulegen. 
' T*6) Gs iſt Einſicht in die Perſonalakten zu geſtatten. 
c) Die Geheimakten ſollen. foxrtfallen. 
3. DerD. BV. möge zur gehrerbildungsfrage Stellung nehmen 
und das überhandnehmende Kurſusweſen behandeln. 
4. Es möge verſucht werden, innerhalb des D. V. eine 
Krankenkaſſe zu gründen. 
„Nach mittag38 4 Uhr: Gemütliche Nachfeiex im L uft: 
kurhaus „Jägerhof“ (Inhaber Kölſch). Halteſtelle 
der Straßenbahnen Barmen-FRons dorf und 
Silberfeld-Nons3dorf. 
NB. Wir möchten wünſchen, daß die Herren, die vyn auswärts naß | 
Elberfeld kommen, es ſich gexadezu zur Ehrenpflic<t machten, 
auc< an den gef el Iſc< aftli en Beranſtaltungen teilzunehmen. 
Wir bitten alle unſere Mitglieder und Freunde, ganz gleich ob 
ſie aus dem Wuppertal oder von auswärts kommen, ihre 
Damen mitzubringen. 
friedigt aus dem Wuppertal heimkehren werden, 
- Diejenigen Herren und Damen, 
nadten, bitten wir, das vorzüglich geleitete Hotel BVer- 
einsShaus, in deſſen Räumlichkeiten unſere Tagung ſtattfindet, 
in erſter Linie zu berückſichtigen und auc< am Sonn- 
tag hier gemeinſam das Mittageſſen einzunehmen. Eine 
Liſte zur Einzeichnung für die Teilnehmer wird 
„Hauptverſammlung wie in | Der Bertreterverſammlung zirkulieren. 
 
Leitſätze zu dem Thema: | 
„Die Ginheit5ſ<hule und ihre Verwirklichung. 
1. Für die Schulorganiſation ſind zwei Elemente ausſc<laggebend: 
- Das Kulturleben der Gegenwart und das neue Geſchlecht. 
2. Die Teilungder Kulturarbeit fordert dieperiphexiſche Differenzierung, 
die pſyc<ologiſche Eigentümlichfeit der Lernanfänger die gemein- 
ſame Fundamentierung der Schulorganifſation. 
ein. beſonderes Bildungsziel aufweiſen, 
“ * Schülerzuſammenſezung zu richten: hat. 
nad 
wirklichung fordert elementares Gemeinſc<aftsleben, fordert eine 
' Schülerzuſammenſeßung, die alle Elemente des Volkskörpers ent: 
- hält. 
wie da3 Leben, dem ſie dient. 
.„ Die“ gemeinſame Grundſchule reicht bis zum: 6. Shuljahr.. Vom 
4. Schuljahr an können Sonderkurſe "für befähigte Schüler neben- 
herlaufen. 
. Auf die Grundſchule bauen ſich auf: einesteils die höheren Lehr- 
anſtalton andvdoernteil8 die eraänzenden Volksöſchuleinrichtunaen. 
VB. möge in einer eingehenden Eingabe Stellung 
nehmen zu der in den Tagesblättern angekündigten Neform 
Wir ſind überzeugt, daß auh ſie be- 
die in Elberfeld über: 
in der 
. Jede beſondere Schuſgattung muß einen. beſonderen Kulturinhalt, . 
dem ſich die 
. Alle Kinder müſſen zunüchſt elementar geſchult werden: darum 
heißt die erſte Aufgabe: Elementarvildung. Ihre allfeitige Ver- 
Die Grundlage der Sculorganiſation muß ſo- breit ſein . 
Der Volksfc<nllehrer. 
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Nr. 30 
„Beide Formen umfaſſen wieder. je 6 Schuljahre und können -- 
dort im Einheit8gymnaſium, hier in den drei Oberklaſſen der 
„gehobenen BVolksſcehule = jede Schulgattung für ſich eine drei- 
jährige gemeinſame Grundlage haben: dann differenziert ſich 
Malen das Einheit8gymnaſium und beginnen dier die Fortbildungs3- 
. Die Gleichſtellung aller Schuleinrichtungen in der Güte der 
„äußeren Exiſtenzbedingungen iſt anzuſtreben. Dem Volksſchul- 
- ſyſtem muß mit entſprechenden Formen (Kindergärten, Knaben- 
und Mädc<enhorten uſw.) nac<ßgegolfen werden. 
 
“An die höheren Lehranſtalten und Fortbildungsſchulen ſchließt 
ich ein ausgeprägtes, der Kulturdifferenzierung entſprechendes 
Fach- und Berufsſchulweſen. Dieſes kann in Gelehrten-, in 
Volks, Techniſche-, Kunſt-, Landwirtſchaftliche-, Handels- 2c. 
Hochſchulen, ſchließlich in eine Geſamtuniverſität zuſammenge- 
faßt werden. 
. Zwiſchen der gemeinſamen Grundſchule (incl. der zwei an- 
Ichließenden Hauptäſte) und dem Fac<h- und Berufsſchulweſen 
- findet Gegenbewegung mit wechſelſeitiger Ergänzung und Aus- 
gleichung ſtatt. Unten wird der Ginheitsgedanke organiſatoriſch, 
oben met)odiſch und in allgenteinen Parallelkurſen gepflegt; bei 
- der Differenzierung und Individualiſierung iſt es gerade umge- 
„kehrt: Das Fachſchulweſen nimmt dieſe Aufgabe organiſ ſatoriſch, 
die Grundſchule nimmt ſie methodiſc<; und in differenzierenden 
Barallelkurſen auf. 
10. Alle Schulgattungen werden nach ihrer äußeren Geſtaltung vom 
- gemeinſamen Staatsweſen, nach der innexen von der pädagogiſchen 
Jdee beherrſ<t und getragen. 
Die SGinheitsſchule als Geſamtorga niſa tion hat die Haupt- 
aufgabe, Gerechtigkeit in den - äußeren Gxiſtenzbedingungen, 
Konzentration und Rhythmus der inneren Geſtaltung für alle 
Schulgattungen auszupräügen. . 
Cöln-Lindenthal und Barmen, 
Der Borſigende 
11. 
den 13, Juli 1913. 
Der Vorſigende 
-Deutſ djen Bolköſ Hullehrervereins Wuppertaler Bolts <nullehrer vereins 
P. Herzog. . G. Hafelhoff. 
Bolköſchullehrerverein Solingen. 
Wir bitter“ jiermit: ſreundlichſt unſere. Mitgliedern, an den. Ver- 
anſtaltungen des Deutſchen Volks5ſc<hullehrervereines, die kommenden 
Samstag und Sonntag in CElberfſeld ſtattfinden, in corpore 
nebſt Damen teilnehmen zu wollen. Gemeinſame Abfahrt SamsZ- 
“tag nodchmittag ab' Solingen - Mühlenplägchen 3,25, ab Sc<hlag- 
baum 3,30 Uhr. 
Der Vorſtand. 
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Brieffaſten. 
Nach Duisburg. Wenn Herr Schulrat Gicer, 
fläxen, einem Lehrer bedeutet hat: 
heiten, bei denen der betr. Lehrer und der Nektor beteiligt ſind, er- 
zählen, fann ich Sie disziplinariſc) beſtrafen“ -- ſo ſc<eint er ſich 
auf die Kabinettsordre vom 31. Dezember 1825 ſtüßzen zu wollen, 
die unter Punkt X beſtimmt: „E35 darf kein Beaniter über das, 
was amtlich zu ſeiner Fenntnis kommt, an dritte Perſonen Mit- 
teilung, vder gar etwas öffentlich befannt machen. Tut er dies, 
ſv begeht er eine Pflichtverlezung, die nag; der Größe derſelben 
mit verhältniSmäßiger Geldſtrafe oder mit Entfernung 
aus dem Dienſte im DiSsziplinarwege geahndet werden ſoll.“ -- Alle 
wie Sie ex- 
„Wenn Sie ſolche Angelegen- 
uns befannten Regierungsverfügungen, die auf dieſer Kabinett3ordre 
fußen, verſtehen unter den hier verbotenen Mitteilungen nur Mit- 
teilungen an Perſonen, die zu der Schule in keinem 
amtlichen B Verhältnis ſeen, oder an die „Preiſe Äber 
 
 
 
 
 
 
AutoS iſo fitſette 
Luſi Kapide 
finden Jie in jallergrösSter Muswail 
=< ) Paul Ulſrich 
[o/In 
4 ] Sher 83 Fcke Hoheiur]| 
) „Öhrenstn / 1 O. .
	        

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