Full text: Der Volksschullehrer - 7.1913 (7)

Nr. 50 
=. 
Rreis 80 Pfg. Verlag von Rud. Bechtold & Comp. 
Wie3baden. (Zu beziehen durch ale Buchhandlungen.) 
Da3 vorliegede Büchlein iſt aus jahrelanger Praxis hervorgegangen 
und bietet den Stoff, der in Volk8-, Mittel-, Real- und Präparanden=- 
ſchulen zur Behandlung kommen kann. Wenn der Unterricht ſo an- 
ſf<aulich, wie das Büchlein zeigt, erteilt wird, ſo iſt er ſehr geeignet, 
das Intereſſe des Schülers zu wecken und lebendig zu erhalten. Ein 
Eingehen auf die phyſiſchen Verhältniſſe von Sonne, Mond und 
Planeten oder gar noch der Fixſterne iſt für die Schulen, für welche 
das vorliegende Buch beſtimmt iſt, nicht ratſam ; für ſie kann nur das in Be- 
tracht kommen, wa38 dem Schüler aus eigener Anſchauung vermittelt 
werden kann. Der Verfaſſer geht von den ſcheinbaren Vorgängen und 
Beobachtungen am Himmel aus und erläutert ſodann in äußerſt in- 
ſtruktiver Weiſe die wirklichen Bewegungen der Himmelskörper. Ber- 
fahren auch einzelne Lehrbücher umgekehrt, ſo erſcheint uns doch für 
Schüler der hier eingeſchlagene Weg der allein richtige zu ſein, zumal, 
um mit dem Verfaſſer zu reden, die Aſtronomie denſelben in ihrer 
geſchichtlichen Entwicklung gegangen iſt. Die Darſtellung iſt ſo elemen- 
tar wie möglich gehalten, und eine große Zahl Figuren erleichtert das 
Verſtändnis. Sehr ſchägens8wert ſind für denjenigen, dem Tellurien 
und Lunarien nicht zur Verfügung ſtehen, die praktiſchen Winke bezüg- 
lich der Beſchaffung einfacher Veranſchaulichungsmittel. Das Werkchen 
iſt al3- Lehrbuch in den Schulen ſehr geeignet und dürfte ſich in vielen 
Lehranſtalten bald einführen. (E35 ſei hiermit beſiens empfohlen. 
 
Deutſche Rundſchau für Geographie. Unter Mitwirkung 
hervorragender Facchmännerheraus8gegeben 
von Prof. Dr. Hugo Haſſingexr XXXVl. Jahrgang 
1913/14 Heft 2. (A. Hartleben's Verlag in Wien, jährlich 12 
- Hefte zu 1 Mk. 15 Pfg. Pränumexation inkl. Franko-Zuſendung 
13 iE. 50 Vfg.) 
Im Zeitalter des Weltverkehr3 und der Weltpolitik gehört geo- 
graphiſches Wiſſen zum unentbehrlichen Rüſtzeug eines jeden Gebildeten. 
Wer ſich über alle Vorgänge und Fortſchritte auf geographiſchem Ge- 
biete auf dem Laufenden erhalten will, lefe die Deutſche Rundſchau für 
Geographie. Hier finden Fachmann und Laie, was fie brauchen : Raſche 
Orientierung über wiſſenſchaftliche Fortſchritte, die neueſten Nachrichten 
aus allen Erdteilen über politiſchz- uud wirtſchaft5geographiſche Vor- 
gänge und eine Fülle von gut illuſtrierten Oxriginalartikeln aus der 
Feder auSgezeichneter wiſſenſchaftlicher Mitarbeiter in leicht leSbarer 
Form. Das ſoeben erſchienene 2. Heft der XXXV1. Jahrganges hat folgen- 
den Inhalt : “ | 
Eine geographiſche Studienreiſe durch das weſtliche Europa. Von 
Dr. Hans Praeſent, : Greifswald. . (Mit'3 DOriginalſkizzen.) -- Mittel- . 
euxpopäiſche Ausnahmszuſtände. Von Arthur Dix, Berlin. -- Pyhätin- 
turi. Einige Charakterzüge eine8 finniſchen 5jeldes. Von Kaarlo 
Hilden, Helſingforx8. (Mit 4 Abb.) -- Durch Thrakien nach Bulgarien. 
EGine Wanderung vom Bos8porus zur Donau. Von Friedrich J. Bieber, 
Wien. -- Der Kammerbühl bei Gger. 
i. V. (Mit 4 Abh. und 1 Skizze). -- Das Baskenland und ſeine Be- 
wohner. Von Friz Mielext, Dortmund. Mit 16 Originalaufnahmen 
des Verfaſſers. =- Die lezten Nordpolforſhungen. =- Pflanzen- und 
Tiergeographie. -- Kulturgeographie. -- Perſönliches. -- Kleine Mit- 
teilungen aus allen Erdteilen. -- Geographiſche Vereine, Verſammlungen 
und Forſchungsinſtitute. =- Kartenbeilage: Die politiſche Einteilung dex 
Balkanhalbinſel vor und nach den Friedensſhlüſſen von Bukareſt und- 
Konſtantinopel. Maßſtab 1: 2,800,000. 
VWerein8nachrichten. 
Deutſcher Volksſchnllehrerverein. 
Bekanntmachung. 
Die Mitglieder des Vorſtandes, die Vorſigenden der Ortsvereine 
und Obmänner 'derx Ort8gruppen de38 D. V. werden hierdurc< zu 
einer gemeinſc<aftlihen Sißung auf Dienstag den 30. Dezember, 
nac<mittag3s 3 Uhr (Düſſeldorf, Deutſches Haus, Bismark>ſtr.), 
freundl. eingeladen. Tage3ordnung in der nächſten Nr. d. B.--/ 
Cöln-Lindenthal, den 7. Dezember 1913. 
| Herzog, Vorſ. 
Deutſcher Volksſchullehrerverein. 
Am Samstag den 6. Dezember hat der Verein Altonaer Bolks- 
ſ<ullehrer ſeinen Anſchluß an den Deutſchen Volksſchullehrerverein 
beſchloſſen. Im Namen des Deutſchen Volksſchullehrervereins heiße 
ic) den neuen Aſt am VereinSbaume von Herzen willkommen und 
gebe der Hoffnung Ausdru>, daß der Anſchluß dem Ganzen wie 
dem hoſſnungsvollen Gliede zum Segen gereichen wird. 
Cö1n-Lindenthal, den 7. Dezember 193. 
- Baul Herzog, 1. Vorſigender. 
Der Volksſchullehrer. 
Von Prof. GS. Kaiſer, Plauen | meinen Volksſchule. 
 
808 
Volköſchullehrerverein Solingen. 
Samstag den 13. Dez. im Vereinslokale „Deutſc<es Haus“ punkt 
6 Uhr Monatsverſammlung. 
TageSordnung: 
1. Aufnahme neuer Mitglieder. - 
2. Vortrag: „Unſere Schulvereine und ihre Auswüchſe.“ (Ref. : 
Koll. Tad.) - 
3, Gingabe um Regelung der Nachhülfeſtunden. 
4. Pädagogiſche Monatsſc<hau. 
9. Verſchiedenes. 
Eine zahlreiche Beteiligung erwartet 
| . Der Vyrſtand. 
Werbeverſammlung in Mörs 
Samstag den 18. Dezember, nachmittags 41/2 Uhr, im 
„Föniglichen Hof“ (Endpunkt der Kleinbahnen von Crefeld -- 
Düſſeldorf =- Ruhrort -- Duisburg). 
Tageöordnung: 
1. Notwendigkeit des Deutſchen Volks8ſ<ullehrer“ 
vereins. Referent: Herr P., Herzog:-Cöln. 
2. Der Kampfum die Orts8ſc<ulaufficht. Referent: 
Herr BPB. Sc<haefer-Cöln. | 
3. Verſchiedenes. 
Wir laden hiermit alle Volksſ<hullehrer aus Mörs8 und Um- 
gegend, ſowie die Borſigenden und Mitglieder der benachbarten 
Ortsvereine Crefeld, Mülheim-Ruhr, Eſſen und Oberhauſen ebenſo 
herzlich wie dringend ein. 
I. A.: 
Der Duisburger Volksſ<ullehrerverein. 
Kölner Volfsſchullehrerverein. 
Tür die Monats5verſammlung am 29. Nov. lagen drei Neuan- 
meldungen vor. Die betreffenden Kollegen wurden einſtimmig auf- 
genommen. . in nun 
Für die Generalverſammlung im Juli 1914 wurde der Fränkiſche 
Hof feſtgelegt. Auf eine Anfrage aus der Verſammlung bezüglich 
der Vorgänge bei der lezten Stadtratswahl gaben der Vorſißende 
und die übrigen beteiligten Herren die Erklärung ad, daß ſie ihre 
Ausſagen unbedingt aujrcecht halten, wenn auch von anderer Seite 
die Sachlage zu entſtellen verſucht wird. 
Herr Broglie aus Wiesbaden ſprach zur Frage der allge- 
( Aus der Geſchichte der Volksſchule heraus ent« 
wicelte er ihr Werden, und durc< .die Zuſammenſtellung hiſtoriſcher 
Momente bewies er ihre Notwendigkeit. 
Die Schule der Reformation3zeit verdient den Namen allge- 
meine Volksſchule nur inſofern, als allen der Schulbeſuc< zur Pflicht 
gemacht wurde. Bon der Anerkenntnis einer allgemeinen Gotte8- 
findſchaft geleitet, pflegte ſie eigentlich nur den Religion3unterrich t. 
Die Auffklärungszeit wollte den Geiſt in ſeinen ſämtlichen Funk- 
tionen frei machen. Alle Zweige der Wiſſenſchaft, au<h die Theologie, 
werden mit BVerſtandeSmomenten durchſezt. Yuch dieſe Schule iſt 
nur Standesſ<ule, ſie kennt eigentlich nur das Denken, der 
nationale Begriff fehlt vollſtändig. " 
Nun kommt der moderne Menſ<; mit ſeinem ſozialen Bewußt- 
ſein, der ſeine Aktivität erkennt, der nicht nur denkt, ſondern auc< 
handelt, bei dem ſim der Begriff Menſc< zum engern Begriff Staat3- 
bürger verdichtet. Daraus ergibt ji die Notwendigkeit einer Schule, 
die alle Unmündigen ausbildet, ſämtliche Kräfte zur Entfaltung 
bringt, zu Menſchen und Staatsbürgern erzieht, keinen Unterſchied 
zwiſchen Beruf und Geſ<leht macht und durc< den Willen und die 
Vorteilhafteste Bezugsquelle 
Werkzeugen aller Art. 
Sämtl., Eisen-, Stahl- und Messingwaren. 
-=- -- Haushaliungsgeräte etc. - -- 
 
 
 
 
 
 
 
emma Jüius Ärewerth, Göln 
FEN SSC DMA EAS BIEDEN 
Eisen-, Stahl- und Messingwarenhandlung 
FleiSchmengergasse 536 Ecke Neumarkt. 
 
 
	        

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