Full text: Arbeiter-Jugend - 20.1928 (20)

W 
Ur. 10 
gelingt es den Blauen, die Brücßen zu ſprengen. Gegen 
18 Uhr greifen die Bauptſtreitkräfte der Roten die befeſtigten 
Stellungen der Blauen an.“ Und ſo weiter in dieſem Stil. 
Abbildungen illuſtrierten den Derlauf der „Schlacht“. Teil- 
genommen haben: 2080 Tungkommuniſten, 3 Tanks, 5 Flug- 
zeuge, 19 Caſt- und 3 Rettungsautos, Lrtillerie, Kavallerie 
uſw. ujw. Der BefehlShaber des WioSskauer Bezirks ver 
Roten Armee hat jeine 
Anerkennung GUSIL- 
ſprodhen. 
„Bei den Sdqießübun- 
gen der Pioniere (!) 
haben drei Diertel der 
Teilnehmer recht gute 
Reſultate gezeigt.“ 
„Bei den KRriegsmand- 
vorn bei NloSkRau wur- 
den drei Jungkommu- 
niſten dur< blinde UÜah- 
370 L16.AY0. [TT wecadBckoO 
Arbeiter-Iugend 
HA ROSH 
 
219 
in größerem Umfang regelmäßig apgebhalten werden. QKllen 
Organiſationen der RI. werden Gffiziere der Roten Krmee 
zugeteilt werden Uſw. uſw. 
Der am 2. September von den Kommuniſien veranſtaltete 
internationale Jugendtag wurde in Moskgu als Torijezung 
der „DerteidigungswodHe“ dur<geſührt. Beim Demontrations- 
zug waren alle KR7I.-Abteilungen bewafinet, zum Teil fe!d- 
mäßig ausgerüftet. Dav21 
Durde nah Kruſten Jür 
Eufrüſtung und Krie 
Stimmung gemadt. 
SI führt die RommUu- 
time Jugend RUZ- 
va 105 den Kami pf gegen 
ESE 
enb 
 
es 
02 
=> 
t= 
€ 
+ 
8; 
jen 
al 
jſ<üſſe Im<wer verleßt. mi dem Krie q' !'< Was 
„In WladikawkaSswur- Wunder, wenn TJugz2nd- 
den während der „Der- Os In RriegspfyMoſe ge- 
22... “ 1. „4 n-3 : 
teidigungswode 4 fol APTMNACPHA Ha KOMCOMONbCKOM NOXOBe 14--15 HIO7A 204 Ko und auf ihre „eige“ 
gende Deranſtaltungen Die Artillerie fährt in Stellung. en Kameraden ſchießen" 
dur<geführt: fünftägige 
iMaſchinengewehrfurſe. 
mit 50 Iungkommuniſten; dreitägige Giftgaskurje mit 
120 Iungkommuniſten; Kriegsmanöver mit 500 Jungkommu- 
niſten; Schießwettbewerb mit 150 Pionieren; militäriſche 
Dorträge für 700 Dioniere.“ 
„IM Bergbaugebiet von Donezk nahmen an den Kriegs- 
manüvern 300 Jungkommuniſten, darunter viele Mädchen 
teil.“ 
Zunderte von ſol<en Berichten überſ<Qwemmen die Sowjet- 
blätter. Die Militariſierung der Iugend ſoll in Zukunft 
no<b intenſiver betrieben werden. Die Kriegsmanöver jollen 
Kriegszug der MoSkauer Jungkommunitten am 14. und 15. Tuli (Dr 
E05 7 Ur 
awda Ür. 166, DoD nod viel ſmlimmer 
| iſt dieſogeliſm<esDer- 
giftung, die Militariſierung des Geiſtes 
LQngefimis dieſer TatſaGeon wird die fozialiſtiſMe Iugend 
ihren Kampf gegen den Krieg unbzirrt dur< das Geſchrei 
der Kommuniſten entſ<loiſen weiterführen. Man kann die 
Ulaſſen nict dadur? gegen den Krieg mobiliſieren, daß man 
innen Gewehre in die Hand drük>t. Uur der Sieg des inter- 
nationalen völkerverjſöhnenden Sozialismus, der Dlillionen 
von Droletarierherzen, aber aum Dutßends von Regierungs- 
paläſten, Kriegsminiſterien und Arſfenalen erobern wird, kann 
und wird don mordenden MilitarisSmus überwinden. 
Zwei neue Ferienheime unſeres Derbandes. 
Das „Ingendhaus am Uijederrhein“ und das „Hans Bir<holß-HBeim“. 
 
 
| &/ wei neue und ſchöne Ferienheime unſeres Derbandes 
Y konnten im Monat Mai ihrer Bejtimmung Übergeben 
6 / werden. Der Bezirk Tiederrhein Hat in der Pfingſt- 
woche das. „Iugendhaus am Tioderrhoin“ eingeweiht und 
der Bezirk Zamburg-Dordweſt veranſtaltete faſt zur gleicmen 
Zeit die Eröffnungsfeier für ſein „Hans Birdkholtz-Zeim“. 
Die nachſtehenden Berichte zeigen, daß ſich unſere Bewegung 
damit zwei neue Heimſtätten geſ<aſfen Hat, die in hervor- 
ruaggnder Weiſg der Kultur- und Bildungsarbeit Lnjerer 
Bewegung dienen Können. 
Neber das „Hans 
Shröder-Hamburg: 
„Treizeit für die erwerbstuiige Iugend“ 4jt Heute die 
Forderung der geſamten deutſchen Iugend. Die Sozialiſtiſ<e 
Arbeiterjugend hat die Derpflichtung, mit Energie und Tat- 
kraft für die Derwirklichung dex Forderung zu arbeiten. 
Ueben dieſer Aufgabe ſteht aber ein? Weite, die aufs engſte 
mit der erſten vorbunden iſt. Wir müſſen Stätten ſc<affen, 
in denen dige Jugend ihre Ireizeit verbringen kann. QusS 
eigenen Kräften und mit Hilfe unſerer großen Organijationen 
und des Stantes müſſen wir Heime Thaffen. * 
Aus dieſem Bewußtſein heraus hat unſer Bezirk „Ham- 
burg-Üordweſt“ in einer der ſc<önſten Wandergegenden, 
in der Lüneburger Beide, in der Tähe von Rlecken bei dem 
Dorfe E&el, ein Ferienheim gebaut. Ts liegt in einem 
kleinen Tannenwald mit einer berrlihen Spielwieſe, die 
Birdkbolg - Heim“ bHberimtet Otto 
ſi beſonders für Freilihtaufführungen, Spiele und Tänze 
eignet. Dom Heim aus laſſen ſic herrliche Tageswande- 
rungen nah dem Kle>ker Wald, Stuvenwald und Forſt Roſen- 
garten maden. Einfach und j<li<t ceſtaltete Räume, die den 
Sinn für das Schöne und Gute weißen, machen das Heim 
wohnliM und warm. Jeder einzelne Raum iſt in jhöonen 
(cbhaften Farben gehalten und Zwe.Rmäßig, aber goſHmatW- 
voll ausgeſtattet, fodaß in jedem Gaſt das Gefühl erwacht: 
bier iſt auf ſein. Im obz2ren Sto iſt für eiwa 60 Ingend- 
horporgsgüſte ein Dritim&enlager eingerimMtet. Im mittleren 
tou ſind Kleinere Zimmer mit 6, 4 und 3 Betten. In ihnen 
können 34 Foriengäſte und Rurſusteilinehmer untergebrat 
werden. Im Erdgeſ<oß find neben oinom Shlafraum für 
Zugendhcerbergsguſtie Zwei große, ſvöIne Daſhräume mit 
Brauſen für Jungen und Jiäden. 5Spyi Kurjus- und 
AufentbaltSräume faſſen je 60 Derſonen. Auf dem Flur, dor 
zum Tagesraum führt, ſind Ruckſackſpinde angebra<t. JIed2or 
Gaſt Hat ſoin Spind, und 2S wird dadur? vormicedan, daß 
Ruckfuge, Brotbeutel und ſonſtige Sa<en in den SYlaſ- 
räumen umbherliegen. Die ſanitären Anlagen ſind vorbild- 
lim. Im Heim iſt Zentralheizung und Warmwaſſervorſjorgung 
vingerichtet, ſodaß das Heim au< im Winter voll botriebsS- 
fähig iſt. Die Rüde, dig Seele des Heims, iſt modern ein-' 
gerichtet, und jeder Gaſt kann ſelbſt prüfen, wie ſie arboitot. 
Diele Kräfte Find entfaltet worden, um das Heim zu 
ihaffen. Baſonders fleißig waren unſere Yiädel und Iungen 
beim Dertricb von Bauſteinen. Einzelne Iugendgruppen 
haben 200 bis 300 Mark geſammelt. So darf ſich unſere 
Arbeiterjugend mit Stolz als Träger des Heims bekennen, 
und ſie ladet alle Iungen und Mädel aus dem Reid, die eine 
+ 
UU 
+ 
oil
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.