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mehr thun können, denn nach der verhältnismässig kurzen Er-
fahrung, die ich da gemacht habe, lässt Sich Grosses durch Sie
erreichen. Ich Schliegse mit dem Wungcehs, dass auch in Sachgen
etwas mehr Wärme und Hingabe für ungere Sache gich zeigs.
Hierauf wird über die Thätigkeit in den Lokal- und Bezirks-
vereinen Bericht erstattet. In Magdeburg waren Herbarts Brief
über die Anwendurig der Psychologie auf Pädagogik geit einem
Jahre Gegenstand Beissiger Lektüre und Mittelpunkt vielseitiger
Betrachtungen; in Jena wurden die Brhebungen von Kräpelin
und Richter über Fähigkeit und Ermüdung der Kinder, und
ausserdem Fragen der Sociologie und des Evolnationiemus Vver-
handelt; im Mansfelder Bezirke wurden Herbarts Ethilk und
Schriften zur Einführung in die Ethik besprochen; in Annaberg
besteht ein Herbartkränzechen für Lektüre anch grundlegender
Philogophischer Schriften, eins freie Konferenz für methodigeche
Darbietungen und aussgerdem waren dortige Yereinsmitglieder
auch in Bezirkslehreryereinen hervorragend thätig; im Wiener
Lokalyerein nahm die Begschäftigung mit Schriften, welche
an üÖSsterreichischen Lehrerseminarien zur Einführung in die
Pädagogik und Psychologie verwendet werden, die längste Zeit
in Anspruch, und in Auerbach ist nach einer Unterbrechung
der pädagogischen Verhandlungen ein neuer pädagogigecher
Verein gegründet worden, Bndlich wurde auf Grund brieflicher
Mittellungen berichtet, dass in Hermanznstadt in Siebenbürgen
Capesius die pädagogische Leitung der Übungsschule über-
nommen habs, dass in Nürnberg die Reform des Religions-
unterrichts durch Starck angeregt und in Fluss gebracht
worden gei und dass man in Chemnitz über physiologische
Psychologie verhandelt und keine Ursache gefunden hatte, Sich
von Herbart abzuwenden.
11, WiSSenschaftiliche Verhandlungen.
Dienstag früh 8 Uhr,
1. Zillig, Zur Frage dles Lehrplans,
Yor Beginn der Verhandlungen wird die Versammlung noch
vom Herrn Schuldirektor Stopp im Auftrage der Stadtschul-
verwaltung auf das freundlichste begrügst.
Vorgitzender. Zilligs Arbeit bildet die Fortgetzung geiner
vorjährigen Abhandlung. Es wird die ethische Abhängigkeit der
Lehrfächer und demgemäss 1. das Verhältnis der Gesinnungs-
und Erkenntnisfächer, 2. die Stellung des Religionsunterrichts,
3. der Geschichtsunterricht und 4. die geschmackbildenden Fächer
behandelt. Es ist also die Frage der Anordnung der Fächer,
welche hier erörtert wird. In der Lehrplantheorie handelt 8es
glich aber um drei Fragen: 1, Auswahl, 2. Anordnung, 3. Auf-
einanderfolge der Fächer. Da nun die erste Frage hier über-
gangen wurde, möchte ich ein paar Bemerkungen hinzufügen,