Full text: Jahrbuch des Vereins für Wissenschaftliche Pädagogik. Erläuterungen zum Jahrbuch des Vereins für Wissenschaftliche Pädagogik - 1897 (1898) (29)

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Reinsdorf a. U.: L. Thurm, Rocken b. Lützen: L, Hofmann, 
Ronsdorf b. Barmen: Frl. Siebe. Rothenschirmbach: 1. 
Noppe. Samswsegen: 1, Schulze, 1, Wetterling. Schiepzig: 
L; Hammer. Schnarsleben: 1. Bernsdorf. Schonfeld: 1, 
Schulze, Schraplanu: L, Barkhardt. Seeburg: 1. Ackermann, 
Stassfurt: Rektor Gilles. Stedtenb. Halle: 1. Wills Teicha: 
LL. Kohlhase. Wansleben: Pastor Flügel, L. Raap. Wimmel- 
burg: 1. Bentlin, 1. Mogebach, HL, Lücke. Wolferode bei 
Eisleben: L. Pretzsch, 1,. Sonnenberger. Ziegenrück: Pr]. 
Flügel. Wien: Prof. Dr. Theod. Vogt. 
1. YoryerSammlung,., 
Lehrer Haase aus Helfta heisst die Versammlung herzlich 
willkommen und Spricht den Wungch aus, es möchten die hier 
gepflogenen Verhandlungen zur weiteren Entwicklung der Her- 
bartschen Pädagogik beitragen und es möchte bei den einzelnen 
Mitgliedern, die herbeigekommen, der Aufentha!t in dieser Stadt 
mit ihren Erinnerungen an eine machtvoll auftretende folgen- 
reiche Periode deutschen Lebens ein Erlebnis werden, an das 
S1e gern zurückdenken. 
Vorgitzender: Ich danke Ihnen im Namen des Vereins 
für das freundliche Willkommen. Die „Periode deutschen Lebens“, 
von der Herr Haase Sprach, ist mit dem Namen Luthers ver- 
knüpft und es geziemt aich, an der Stätte, wo Luthers Wiege 
gestanden, des grossen Reformators mit einem Worte zu ge- 
denken. Luther hatte weitausholende und weithinzielende, aber 
auch weitfortwirkende Aufgaben und Arbeiten gich vorgegetzt. 
Wir können nun zwar auch von unseren Vereinsbestrebungen 
Sagen, dass wir weder in der Ableitung noch in der Abzielung 
unserer Aufgaben und Arbeiten mit dem Naheliegenden und 
leicht Sich BErgebenden uns begnügen, aber mit der Foriwirkung 
der Thätigkeit Luthers können wir uns nicht yergleichen. Nur 
das möchte ich bemerken, dass an der Fortwirkung geiner Ideen 
die urwüchsige Kraft und unermüdliche Angdauer auch ihren 
Anteil hatte und dass darin eine Mahnung für uns liegt, die 
Kräfte, die wir haben, anzuspannen, 80 viel an uns ist, und bei 
einer Sache auszuharren, die eine gute Sache ist und unmittelbar 
dem Einzelnen, mittelbar dem Ganzen zum Heile gereicht. 
Wir haben für das abgelaufene Vereinsjahr drei Todesfälle zu 
beklagen. In Leipzig starb hochbetagt Moritz Wilhelm Drobisch, 
der Nestor der Herbartschen Schule, Er hat das Verdienst, den 
Herbartianismus zu einer Zeit, als Herbart gelbst zu wirken 
aufgehört und die einst Schier allmächtige Hegelsche Schule 
Jede fremde Anschanung als unebenbürtig behandeltes, zu An- 
Sehen und zur Anerkennung gebracht und namentlich Leipzig 
zum Mittelpunkte der Ausbreitung Herbart'scher Anschauungen
	        
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