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Reinsdorf a. U.: L. Thurm, Rocken b. Lützen: L, Hofmann,
Ronsdorf b. Barmen: Frl. Siebe. Rothenschirmbach: 1.
Noppe. Samswsegen: 1, Schulze, 1, Wetterling. Schiepzig:
L; Hammer. Schnarsleben: 1. Bernsdorf. Schonfeld: 1,
Schulze, Schraplanu: L, Barkhardt. Seeburg: 1. Ackermann,
Stassfurt: Rektor Gilles. Stedtenb. Halle: 1. Wills Teicha:
LL. Kohlhase. Wansleben: Pastor Flügel, L. Raap. Wimmel-
burg: 1. Bentlin, 1. Mogebach, HL, Lücke. Wolferode bei
Eisleben: L. Pretzsch, 1,. Sonnenberger. Ziegenrück: Pr].
Flügel. Wien: Prof. Dr. Theod. Vogt.
1. YoryerSammlung,.,
Lehrer Haase aus Helfta heisst die Versammlung herzlich
willkommen und Spricht den Wungch aus, es möchten die hier
gepflogenen Verhandlungen zur weiteren Entwicklung der Her-
bartschen Pädagogik beitragen und es möchte bei den einzelnen
Mitgliedern, die herbeigekommen, der Aufentha!t in dieser Stadt
mit ihren Erinnerungen an eine machtvoll auftretende folgen-
reiche Periode deutschen Lebens ein Erlebnis werden, an das
S1e gern zurückdenken.
Vorgitzender: Ich danke Ihnen im Namen des Vereins
für das freundliche Willkommen. Die „Periode deutschen Lebens“,
von der Herr Haase Sprach, ist mit dem Namen Luthers ver-
knüpft und es geziemt aich, an der Stätte, wo Luthers Wiege
gestanden, des grossen Reformators mit einem Worte zu ge-
denken. Luther hatte weitausholende und weithinzielende, aber
auch weitfortwirkende Aufgaben und Arbeiten gich vorgegetzt.
Wir können nun zwar auch von unseren Vereinsbestrebungen
Sagen, dass wir weder in der Ableitung noch in der Abzielung
unserer Aufgaben und Arbeiten mit dem Naheliegenden und
leicht Sich BErgebenden uns begnügen, aber mit der Foriwirkung
der Thätigkeit Luthers können wir uns nicht yergleichen. Nur
das möchte ich bemerken, dass an der Fortwirkung geiner Ideen
die urwüchsige Kraft und unermüdliche Angdauer auch ihren
Anteil hatte und dass darin eine Mahnung für uns liegt, die
Kräfte, die wir haben, anzuspannen, 80 viel an uns ist, und bei
einer Sache auszuharren, die eine gute Sache ist und unmittelbar
dem Einzelnen, mittelbar dem Ganzen zum Heile gereicht.
Wir haben für das abgelaufene Vereinsjahr drei Todesfälle zu
beklagen. In Leipzig starb hochbetagt Moritz Wilhelm Drobisch,
der Nestor der Herbartschen Schule, Er hat das Verdienst, den
Herbartianismus zu einer Zeit, als Herbart gelbst zu wirken
aufgehört und die einst Schier allmächtige Hegelsche Schule
Jede fremde Anschanung als unebenbürtig behandeltes, zu An-
Sehen und zur Anerkennung gebracht und namentlich Leipzig
zum Mittelpunkte der Ausbreitung Herbart'scher Anschauungen