Full text: Evangelisches Monatsblatt für die deutsche Schule - 3.1883 (3)

1883. Iso. 12 
EvMgelisckez Äonatsötaff 
sür die deutsche Schule. 
Organ des Deutschen Evangelischen Schulvereins. 
Erscheint am 15. jedes Monats und wird den Mitgliedern gratis und franko geliefert. 
Für Nichtmitglieder Preis des Jahrgangs 4 M. Alle Buchhandlungen und Post 
anstalten nehmen Bestellungen an. — Beiträge für das Blatt sind an den Her 
ausgeber, Inserate für den Umschlag an die Derlagshandlung zu senden. 
Für letztere wird die Petitzeile oder deren Raum mit 30 Pf. berechnet. — Anmel 
dungen sür den Verein sind an deffen Schriftführer, Lehrer Sielasf in Stettin, 
Pölitzerstraße 94 zu richten. Die Jahresbeiträge (3 M.) nimmt der Kassierer, 
Gymnasial - Elementarlehrer Lüttschwager zu Treptow a. Rega, entgegen. 
Christliche Gedanken über Herbart und die evangelische Pädagogik. 
Brief an den Herausgeber. 
Verehrter Herr Professor! 
Mit gespannter Aufmerksamkeit habe ich in Ihrem Evangelischen 
Monatsblatt die Kontroversen der Herren Lettau und Glöckner über 
„wissenschaftliche" und „evangelische" Pädagogik verfolgt und bin außer 
ordentlich wohlthuend durch die Wärme persönlicher religiös-christlicher 
Überzeugung auf beiden Seiten berührt worden. 
Die große Sache, um die es sich handelt, muß jeden Deutschen aufs 
lebhafteste interessieren, der Herz hat für die Wissenschaft sowohl, als 
auch für seinen evangelischen Glauben. Dadurch allein rechtfertigt sich 
wohl meine Bitte, einem Laien ein kurzes Wort in Ihrem Blatte zu 
gönnen. *) 
Die christlich gesinnten Herbartianer begünstigen durch ihre 
Anmerk, für den Leser. Ich erkläre ausdrücklich, daß ich in folgendem 
zunächst nichts weiter will, als meinen Eindruck wiedergeben, den ich unmittel 
bar nach der Lektüre der Herbart-Kontroversen empfangen hatte, und daß es 
mir sehr fern liegt, den vorhergehenden beiderseitigen Kontrovers-Artikeln die 
christliche Tendenz abzusprechen oder irgenwie die persönliche Christengesinnung 
ihrer Verfasser zu bemängeln. Und wenn ich hier meine in manchen Punkten 
von beiden Seiten abweichende Meinung ungeschminkt vortrage, so wünsche ich 
nur, daß man auch mir christliche Tendenz zutrauen und meine Worte im Lichte 
des Evangeliums prüfen möge. 
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