Full text: Quartalheft der Katholischen Schulzeitung - 2.1879 (2)

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Kenntnisse, sondern auch zugleich die Lust und die Fähigkeit erlangen, sich selbständig 
weiter zu bilden- Dem Oberkurs sollte deßhalb auch Zeit zu zusammenhängender, selb 
ständiger Beschäftigung zur Verfügung gestellt werden. § 3. Was in den §§ 2, 4, 
5 nr j 6 des Lehrplanes für die Präparandenschulen über die Unterrichtsmethode, Ueber- 
bürdung mit Wissensstoff, das Diktiren von Heften und den Gebrauch von Lehrbüchern 
bestimmt ist, findet in den Seminaren analoge Anwendung. § 5. Zur Unterstützung 
der praktischen Berufsbildung sind an den Seminaren Uebungsschulen für den Elementar 
unterricht eingerichtet, in welchen die Zöglinge des III. Kurses dem Unterrichte anzu 
wohnen und unter Anleitung der Seminarlehrer selbst Unterricht zu ertheilen haben. 
§ 6. Die Zöglinge sind zum,Zwecke ihrer künftigen Fortbildung mit den hiefür am 
meisten dienlichen Büchern und Lehrmitteln bekannt zu machen, und namentlich den Zög 
lingen des III. Kurses sollten solche zur gründlichen Durchsicht in die Hand gegeben 
werden. § 7. Der Seminaruuterricht erstreckt sich auf folgende Lehrgegenstände, welche 
in den drei Kursen in der beigesetzten Zahl von wöchentlichen Stunden zu behandeln sind: 
Kurs I. Kurs II. Kurs III. 
Religionslehre .... 
3 
Stunden 
3 Stunden 2 
Stunden 
Deutsche Sprache . . . 
6 
ff 
6 
4 
ff 
Arithmetik 
3 
ff 
3 
2 
ff 
Geometrie ....'.. 
2 
ff 
2 
2 
ff 
Geographie 
2 
ft 
2 
1 
ff 
Geschichte 
2 
ff 
2 
2 
. ff 
Naturgeschichte . . . . 
2 
„ 
2 
1 
ff 
Naturlehre 
2 
ff 
2 
2 
ff 
Erziehungs-, Unterrichtslehre 
--- 
ff 
2 
u ft 
3 
ff 
Unterrichtsübungen . . . 
— 
ff 
ft 
8 
ff 
Schönschreiben .... 
2 
ff 
ft 
— 
ff 
Zeichnen 
3 
ff 
3 ft 
2 
ff 
Turnen 
2 
ff 
2 
2 
ff 
Gesang 
2 
ff 
2 
1 
ff 
Klavier und Orgel . . . 
2 
ff 
2 
2 
ff 
Violine 
2 
ff 
2 
2 
ff 
Harmonielehre .... 
1 
ff 
1 
1 
ff 
Französisch 
(fakult.) 2 
-3 
— 
ff 
36. 
36. 
37. 
§ 8. Religionsunterricht. Der Unterrichtsplan für die Religionslehre und für die 
Unterweisung zur Unterrichtsertheilung in derselben wird durch die oberste Kirchenbehörde 
festgestellt. § 9. Deutsche Sprache. I. Kurs: Satzlehre und Wiederholung der 
Wortsormenlehre. Im Anschluß au die Lektüre das Wichtigste aus der Poetik. Auf 
sätze. Vortrag. II. Kurs: Wortbildungslehre und Zusammenstellung wichtiger Wort 
familien. Repetition und Erweiterung der Satzlehre. Lektüre. Die wichtigsten Er 
scheinungen von der Zeit der ersten klassischen Literaturperiode bis Klopstock. Aufsätze. 
Vortrag. III. Kurs: Lesen und Erklären gut gewählter Stücke aus der deutschen Li 
teratur seit Klopstock. Uebersicht der Entwickelung unserer Nationalliteratur. Gelegent 
liche Repetition der Grammatik u. Stilistik. Aufsätze. Vortrag. Lektüre und Literatur. 
Die Zöglinge werden durch die Lektüre mit wohlgewählten Mustern der Hauptgattungen unserer 
prosaischen und poetischen Literatur bekannt gemacht und zugleich zur richtigen Auffassung der 
Lesestücke nach Form und Inhalt angeleitet. Auch die Literaturgeschichte wird nicht als selbstän 
dige Disziplin, sondern an den hervorragendsten literarischen Erscheinungen zur Anschauung 
gebracht. Schriftliche Arbeiten sind im untersten Kurse- etwa 15, im mittleren 
etwa 12 und im obersten etwa 10 zu fertigen. § 10. Mathematik, a. Arith 
metik. I. Kurs: Die 4 Grundrechnungen mit entgegengesetzten Größen und Buch 
stabenausdrücken. Zahlengleichungen vom I. Grad mit einer Unbekannten. II. Kurs: 
Potenzen und Wurzeln. Gleichungen des ersten Grades mit mehreren und des zweiten
	        
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