Full text: Evangelisches Monatsblatt für deutsche Erziehung in Schule, Haus und Kirche - 14.1894 (14)

Emzeiischks Maii«tslil,itt 
für deutsche Hrzieijung in Schule, Kaus und Kirche. 
Organ des Deutschen Evangelischen Schulvereins. 
Das Blatt erscheint zunächst am Anfang jedes zweiten Monats (siehe das Memoran- 
dum am Schlüsse der Juni-Nummer). Für Nichtmitglicder Preis des Jahrgangs 
4 Mark. Alle Buchhandlungen und Postanstalteu nehmen Bestellungen an. — 
Vkltrügr für das Blatt sind an den Hauptordner, Dir. Schädel in Offenbach 
a. M., Anzeigen für den Umschlag an die Buchdruckerei von E. NröNlNg, 
Offenbach a. M., Kaiserstr. 76, zu senden, welche die Petitzeile einspaltig mit 
15 Pf., 2spaltig mit 30 Pf. berechnet. Anmeldungen zum Verein sind an den 
Schriftführer und Kassierer des Deutschen Evangelischen Schulvereins, Herrn 
Assessor Dr. NÜchner in Offenbach a. M. zu richten, welcher auch nicht zu schwer 
wiegende Beilagen für das Blatt und die Jahresbeiträge von 3 M. entgegennimmt. 
Für den Buchhandel in Kommission bei N. Hetz, Buchhandlung, Offenbach a. M. 
Abdruck unsrer Artikel bei genauer Quellenangabe gerne gestattet. 
Zur Ilmgestattung des grammatilcheil Zlnterrichts 
in der Volksschule. 
Von W. Terbrüggen, Mittelschullehrer in Elberfeld. 
(S ch l u ß.) 
Scheint es bei diesen imnierhin noch unvollständigen Aufzäh 
lungen nicht so, als wenn die Richtung Becker-Wurst, die man längst 
als einen überwundenen Standpunkt betrachtete, wieder durch ein 
Hinterthürchen in die Schule geschlüpft sei und nun historische Rechte 
geltend mache? In der That beruft man sich noch heute solchen als 
Ballast gekennzeichneten Stoffen gegenüber auf die ihnen innewohnende 
große formale Bildungskraft, ohne dabei zu bedenken, daß dadurch 
ein Nebenzweck zur Hauptsache gestempelt wird. Außerdem sollte man 
nicht vergessen, daß formale Schulung des logischen Denkens in erster 
Linie der Rechenunterricht schafft, aber neben ihm jedes andere Unter 
richtsfach ohne Ausnahme, wenn es nur recht betrieben wird. Und 
wo es in diesem Punkte mangelt, da bringt es auch die Grammatik 
gewiß nicht ein. Aber — „es erben sich Gesetz und Rechte wie eine ewige 
' Krankheit fort." Das gilt auch für die Pädagogik. Doch nun genug 
mit dem Negieren und Kritisieren; kommen wir zum Aufbauen.
	        

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