Beilage zum Evangelischen Schulblatt.
Deutsche Schulzeitung.
15. Mai 1870.
Correspondenzen.
Die Lehrer-Wittwen- und Waisenkaffe des Regierungsbezirks Düffeldorf
betreffend. Auf Grund einer Berechnung des Geheimen Rechnungsraths Tiede zu
Berlin vom 16. August 1869 hat Se. Excell. der Minister der geistlichen und Unter
richts-Angelegenheiten rc. Herr von Mähler es mißbilligt, daß die königliche Regierung
zu Düsseldorf vom 1. Juli 1867 an die Lehrer-Wittwenpension ihres Bezirks von 36
Thlr. auf 50 Thlr. erhöht hat. Der Herr Minister will das Ergebniß des Rechnungs
jahres 1869 abwarten und bis zum Februar 187O bestimmen, ob den Wittwen und
Massen ferner noch 50 Thlr. jährlich gegeben werden sollen, oder ob die Pension zufolge
der Berechnung des Herrn Geh. Raths Tiede auf 36 Thlr. herabzusetzen sei. Um
dieses Weh von mehr als 100 Wittwen abzuwenden, hat ganz richtig die königl. Re
gierung sich auf ihre Erfahrungen seit dem 37jährigen Bestehen der Kasse, namentlich
aber auf die Ergebnisse derselben in den letzten Jahren berufen und nachgewiesen, wie
die Kasse von Jahr zu Jahr, selbst nach der Erhöhung der Pension, um mehrere Tau
send Thaler jährlich gewachsen ist. In dem Satze: „Ew. Excellenz bitten wir ehrer
bietigst, diesen wirklichen Resultaten deshalb mehr Gewicht, als einer Wahrscheinlich
keits-Berechnung beilegen zu wollen," hat die königl. Regierung ganz dieselbe
Ueberzeugung ausgesprochen, welche der Unterzeichnete im Jahre 1860 in einer ausführ
lichen Berechmmg über die Lage der Kasse dargethan hat, und die sich bis jetzt durch
die Zunahme des Capitals von 69,242 Thlr. auf 96,500 Thlr. innerhalb sieben
Jahren mehr als bewährt hat. Die Rechnung ist derzeit der königl. Regierung zu
Düsseldorf mitgetheilt und im „Elberfelder Kreisblatt" abgedruckt worden. Der Unter
zeichnete fühlt sich hiernach verpflichtet, für die armen Wittwen und Waisen, deren Unter
halt geschmälert werden soll, nach Kräften einzutreten, um so mehr, da die königl.
Regierung in ihrem Schreiben vom 7. Sept. 1869 „zu Rath und Mitwirkung auf
fordert, um eine schwer drohende Maßnahme abhalten zu helfen." Er wird daher durch
nachstehende Berechnung beweisen, daß man den Wittwen und Waisen die volle Pension
von 50 Thalern jährlich wohl geben kann und das Capital dennoch im Wachsen bleiben
wird. Da an eine Erhöhung der Pension von 50 auf 60 Thlr. vorläufig nicht zu
denken ist, so habe ich derselben in meiner Berechnung auch nicht erwähnt, bin aber fest
überzeugt, daß, wenn diese Erhöhung vom 1. Januar 1870 an einträte, das Capital
vermögen dennoch bis zum 1. Januar 1875 auf 104,640 resp. 114,369 Thlr. zu
nehmen würde.
Berechnung
der Leistungsfähigkeit der Elementarlehrer-Wittwen- und Waisen-Kasse im Regierungsbezirk
Düsseldorf in den nächstfolgenden 7 Jahren:

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