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Deutsche Schulzeitung.
daß wir Seinen, Willen erkennen, der allzeit gut, gnädig und vollkommen ist, und
mitten in und unter den Kriegsstürmen Sein Reich komme, auch zu uns, da Güte
und Treue sich begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich küssen werden auf Erden.
Damit nun Alle, die also gesinnet sind, einen gemeinsamen festen Grund
und Fing erzeig aus Gottes Wort haben mögen, darmn haben etliche Haus
väter, Schulmänner und Prediger hier einige durch Jahrtausende bewährte Seufzer und
Gebetsgedanken aus der hell. Schrift zusammengestellt, nach den 7 Bitten des alles
umfassenden Reichsgebets des Herrn, für jeden Wochentag ein Gebet, woran dam das
stille oder laute freie Herzensgebet sich anschließen mag. — Mit uns haben dann
noch viele Andere sich verbunden, während der ganzen Zeit der
Kriegsgefahr und Noth täglich im Hause mit den Hausgenossen und
in derSchule mit den Kindern eins dieser Gebete in die gemeinsame
Andacht mit aufzunehmen. Möchten recht Viele in gleicher Weise oder
doch in gleichemSinne sich mit uns vereinigen — daheim und imFelde
Joh. 17 v. 8—13.
(Das Heftchen, welches schon im Jahre 1866 in ca. 19000 Ex. verbreitet
wurde und jetzt in neuer Aufl. vorliegt, ist das Stück zu 4 Pfg., 100 Stück für
einen Thaler, von Eb. Biermann, Barmen, Wertherstraße 83 zu beziehen.)
Barmen, „Die Privat - Finanzgesellschaften machen bessere Geschäfte als die
staatlichen." So stand neulich irgendwo in einem Zeitungsblatte. Diese Behauptung
mußte dem Einsender einfallen, als er kurz darnach Einiges über das Finanz-Ergeb
niß einer verhältnismäßig noch jungen Lehrer-Unterstützungs-Gesellschaft hörte, da jene
sich durch dieses als eine im Allgemeinen richtige erwies. Vielleicht interessiren sich
auch die Leser dieses Blattes für die Erfolge jener Gesellschaft.
Sie zählt ungefähr 25 Mitglieder und unterstützt kranke und emeritirte Collegen.
In den 6 Jahren, feit welchen sie zahlt, hat sie jährlich zwischen 300 und 400 Thlr.
an Unterstützungen verausgabt. Einem schwachsinnigen Collegen u. a. hat sie schon
gegen 900 Thlr. zuweisen können. "Nichts desto weniger ist ihr Kapllalvermögen in der
Zeit um etwa 2000 Thlr. gewachsen.
Fragt man, wie das möglich sei, so diene Folgendes zur Antwort:
Vorab hat die Kasse kein bedeutendes Grundkapital. Ihre Einnahmen fließen
vornehmsich aus den Beiträgen der Mitglieder und aus den Schulbüchern, welche von
ihr herausgegeben werden. Dabei befolgt sie den gesunden Grundsatz, daß sie nur M
oder nach Umständen gar nur Mo ihrer Einnahmen zum Kapital schlägt, und daß sie
das Uebrige den Mlllebenden schon zu Gute kommen läßt. Bei diesem Verfahren,
welches man bekanntlich nicht bei allen ähnüchen Instituten befolgt, gedenk man
der Nachlebenden, ohne zugleich die Zeitgenossen fast leer ausgehen zu lassen, wie das
so oft geschieht.
Würden z. B. die Jntraden einer Reg.-Bez.-Lehrer-Wittwenkasse in ähnlicher
Weise verwendet, so könnten die jetzt lebenden Wittwen schon eine viel höhere Pension beziehen,
als sie empfangen, ohne daß die Kasse dabei zu Grunde gehen müßte. Es müßte
nämlich die Pension aus einem festen und einem wandelbaren Theile bestehen. Jener dürfte nicht
so hoch sein, daß die Kasse dabei zu Grunde gehen könnte, und dieser müßte sich ergeben aus
einer gewissen Summender jährlichen Einnahme dividirt durch die jedesmalige Zahl der
Wittwen.
Noch eins. Könnte die Masse der in einem Reg.-Bezirke gebraucht werdenden
Schulbücher nicht s auch etwas für die Reg.-Bez.-Wittwen-Kasse abwerfen? Wer
beanttvortet uns diese Frage? G.

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